"Hier in Ried passt derzeit einfach alles"
Daniel Royer gibt sich nach seinem Tor gegen Bröndby bescheiden und lobt sein Team.
FUSSBALL. Ob Daniel Royers 2:0 im Europa-League-Qualifikationsduell mit Bröndby Kopenhagen das wichtigste Tor seiner Karriere war, kann man nicht sagen. Dazu ist die Profi-Karriere des 21-jährigen Mittelfeldmotors noch zu kurz. Dass er damit ein wichtiges Tor für ein eventuelles Weiterkommen der SV Ried erzielte, ist mit Sicherheit der Fall. "Die Ausgangsposition hat sich dadurch natürlich verbessert", sagt der gebürtige Schladminger. "Wie wichtig es wirklich war, werden wir in einer Woche sehen."
Es war übrigens sein erster Treffer auf internationaler Bühne, und auch wenn er sich sehr darüber freute, weist Royer auf die tolle Teamleistung hin. Noch wichtiger sei, dass man zu Null gespielt hat. Daran sei vor allem Torwart Thomas Gebauer "schuld". "Beim ihm können wir uns bedanken. Er brachte die Gegner zum Verzweifeln."
Dass Bröndby durch das 2:0 "gebrochen" wurde, streitet aber auch Royer nicht ab. "Das hat man deutlich gespürt." Von einem sicheren Aufstieg will der Schladminger aber nicht sprechen. "Wir müssen nächste Woche genau gleich auftreten, damit es klappt", stellt er klar. Sollte in Dänemark das so wichtige Auswärtstor gelingen, schaue es aber gut aus. Wird tatsächlich etwas aus der letzten Quali-Runde, dann ist das Ziel logisch. "Steht man so kurz vor der Gruppenphase, will man auch dorthin."
In den Hauptbewerb will auch Austria Wien, wo Royer Gerüchten zufolge beinahe gelandet wäre. Er bestreitet das: "Erstens hatte ich gar nie die Freigabe von Ried und außerdem habe ich nie gesagt, dass ich weg will", schildert er. "Natürlich ist die Austria eine gute Adresse in Österreich, aber ich bin sehr glücklich. Hier in Ried passt derzeit einfach alles." MARTIN MANDL









