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Zuletzt aktualisiert: 15.07.2011 um 19:26 UhrKommentare

Historische Boliden in den steirischen Alpen

Die Rennfahrer legten bei der Ennstal Classic allein am Freitag in ihren historischen Fahrzeugen mehr als 511 Kilometer zurück. Nigel Mansell: "Wird in die alte Zeit zurückversetzt".

Foto © Ennstal Classic

Heulende Motoren, Benzinduft in der Luft und Rennsport-Legenden soweit das Auge reicht: Die Ennstal Classic 2011 hat die steirischen Berge noch bis Samstag fest im Griff. Das nass-kalte Wetter trübte am Freitagabend die Zieleinfahrt in Schladming jedoch ein wenig, trotzdem ließen sich die Motorsport-Koryphäen die gute Stimmung nicht verderben. Oldtimer-Liebhaber versammeln sich schon seit Jahren in der Alpenrepublik, um am historischen Autorennen teilzunehmen.

"Man wird wirklich in die alte Zeit zurückversetzt", meinte etwa der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nigel Mansell, der zum ersten Mal dabei war, im APA-Gespräch. Es sei einfach großartig, solche Autos wiederzusehen. Morgen, Samstag, wird der Brite dann selbst in einen Porsche 908 aus dem Jahr 1970 steigen. Trotz der kühlen Temperaturen ließen es sich die meisten Fahrer nicht nehmen mit geöffnetem Dach zu fahren, auch wenn sie sich mit Hauben und Handschuhen vor der Kälte schützen mussten.

Ohne elektronische Hilfe

"Etwas müde und mitgenommen", beschrieb sich Marc Surer, ehemaliger Formel-1-Pilot, nach seiner Freitag-Etappe in einem BMW 328 Sport aus dem Jahr 1937. Mehr als 511 Kilometer mussten die Fahrer in den historischen Fahrzeugen zurücklegen - ohne jegliche elektronische Hilfe. "Aber dieses rein mechanische Fahren macht wirklich Spaß", erklärte der Schweizer.

Bereits Stammgast bei der Ennstal Classic ist die Motorsport-Legende Stirling Moss, "Ich komme jedes Jahr sehr gerne hierher. Es ist einfach die beste Rallye der Welt", sagte der Brite. Moss geht traditionell mit seiner Frau als Co-Pilotin an den Start geht. "Wir sind ein sehr gutes Team, ich mache die Fehler und er bessert sie aus", scherzte Susie Moss.

Red Bull Ring in Spielberg miteinbezogen

Die Ennstal Classic, die vor 19 Jahren ins Leben gerufen wurde, startete damals mit 35 Fahrzeugen. Heuer präsentieren 225 Teams aus 15 Nationen 50 verschiedenen Automarken. An den Start dürfen nur Boliden bis zum Baujahr 1972, die auf der Strecke einen Schnitt von maximal 50 km/h einhalten müssen. Eine Neuheit gab es bereits am Donnerstag: Der heuer neu eröffnete Red Bull Ring in Spielberg wurde in die Strecke miteinbezogen.

Helmut Zwickl, Motorsport-Journalist und Organisator der Veranstaltung, zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf. "Solange es keine Muren und schwere Unwetter am Weg gibt, bin ich froh", so Zwickl. Obwohl die Strecke nass und rutschig gewesen sei, hätte es keine Probleme gegeben.


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