Front gegen Streichung
Touristiker, Seilbahner, Bürgermeister und Wirtschaftskammer protestieren geschlossen gegen Kürzung der Zugverbindung Graz-Salzburg.
Dass das Ennstal und insbesondere die Urlaubsregion Schladming-Dachstein zu den absoluten touristischen Leistungsträgern in Österreich gehören, sollte sich eigentlich schon bis Graz oder Wien herumgesprochen haben. Im schriftlichen Hilferuf, der diese Woche Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer ereilte, wird nichtsdestotrotz noch einmal deutlich darauf verwiesen, was der heimische Tourismus so leistet. Immerhin rund 2,8 Millionen Nächtigungen stehen in der Region Schladming-Dachstein zu Buche, zählt man die Tagesgäste mit, kommt man immerhin auf eine Million Touristen pro Jahr.
Dass nun mit den radikalen Kürzungsplänen auf der Bahnverbindung zwischen Graz und Salzburg gerade bei der wichtigsten Einnahmequelle der Region drastische Einbußen befürchtet werden, ist nicht verwunderlich. Mit entsprechendem Nachdruck wird in dem Schreiben an den obersten steirischen Tourismusreferenten Schützenhöfer nicht nur gefordert, die Sparpläne ad acta zu legen, sondern im Gegenteil die Verkehrsverbindungen zu verbessern: "Es ist dringend an der Zeit, dass hier gehandelt wird, um die touristische Zukunft unserer Urlaubsregion sicherzustellen. Wir fordern eine Taktverdichtung der öffentlichen Verkehrsmittel, um den Anforderungen einer WM-Region gerecht zu werden."
Um auch den ÖBB eine Verbesserung des Angebotes schmackhaft zu machen sei man gerne bereit, heißt es in dem Schreiben, sich mit den Verantwortlichen zusammenzusetzen um gemeinsam über konkrete Maßnahmen zur Attraktivierung des Angebotes zu diskutieren. Möglichkeiten dafür wären beispielsweise eine direkte Anbindung vom Bahnhof zu den Schiliften, spezielle Urlaubsangebote gemeinsam mit den ÖBB oder auch eigene Angebote für Tagesfahrten.








