Der Remis-König und die Reifeprüfung
Herbstbilanz: Irdning hatte zu viele "X", der SC Liezen ist durch den Abstiegskampf gereift.
FUSSBALL. Irdning-Trainer Andreas Schmid ist mit der Herbstsaison "mittelmäßig" zufrieden. 20 Punkte bedeuten den doch enttäuschenden neunten Rang nach der Herbstsaison. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr gingen die Irdninger mit 32 Punkten sensationell als Herbstmeister in die Winterpause. Einen Titel haben sie auch diesmal eingeheimst: Sie sind der ungekrönte Remis-König der Liga. "Acht Unentschieden sind einfach zu viel", sagt Irdning-Kapitän Robert Rüscher.
Trainer Schmid weiß, wo die Punkte liegen gelassen wurden: "Wir haben zu Hause vier Mal 2:1 geführt und dann 2:2 gespielt." Zwischendurch hatte Schmid seiner Truppe die Rute ins Fenster gestellt. Vor dem Spiel in Pachern machte er der Mannschaft klar, dass er im Falle einer Niederlage zurücktreten werde. Irdning erkämpfte ein 0:0 und Schmid blieb. Wäre er tatsächlich zurück getreten? "Ja, da geht es um meine Glaubwürdigkeit."
Kommt Rabl doch?
Noch immer ist nicht geklärt, ob Irdning-Kapitän Robert Rüscher, der im Dezember Vater wird, weitermacht. Gerüchte, dass Thomas Rabl im Winter vom SC Liezen nach Irdning zurückkehren könnte, dürften sich nicht bewahrheiten. Weder Liezen-Trainer Gernot Stradner noch Manager Werner Rohrer wollen Rabl ziehen lassen. Rohrer: "Rabl hat einen Vertrag bis zum Sommer. Wir geben ihn sicher nicht ab." Nach dem mit zehn Mann und letztem Einsatz erkämpften 1:0-Auswärtssieg in Fehring überwintern die Stradner-Schützlinge sensationell am vierten Rang. Mit einer Mannschaft, die nur durch den Ausfall von Bad Aussee in der Landesliga blieb. "Der Druck hat uns reifer gemacht. Jetzt ist es trotz der tollen Leistung gut, dass die Meisterschaft aus ist. Das Jahr hat viel Substanz gekostet", sagt Liezen-Kapitän Christian Stangl.
Auch in der Oberliga ist Winterpause: WSV Liezen (5.), Bad Mitterndorf (6.) und Rottenmann (7.) halten sich im Mittelfeld. Für die beiden Letztplatzierten St. Gallen und Schladming wird das Frühjahr hart. Schladming hat noch mit einem 5:2 gegen Rottenmann aufgezeigt. GERHARD PLIEM








