Obersteirische Lodenfabrik gibt sich nach Umbau "gläsern"
Das Projekt wurde an die "Erlebniswelt Wirtschaft" angedockt und zeigt den größten Lodenerzeuger Österreichs, der Weltmarken beliefert, auch hinter den Kulissen.

Foto © APALoden aus der Manufaktur Steiner in der Produktion
Die Lodenfabrik und Deckenmanufaktur Steiner in Mandling ist am Donnerstag nach einem Umbau wieder eröffnet worden. Unter dem Namen "Steiner1888 Wollwelt" reiht man sich in die vom Land Steiermark geförderten "gläsernen Fabriken" ein, die ein interessiertes Publikum an den Produktionsprozessen teilhaben lassen.
Blick hinter die Kulissen
Eine knappe Mio. Euro wurde investiert, um die Fabrik transparent zu gestalten und einen zeitgemäß gestalteten Einblick hinter die Kulissen zu gewähren. Ein Kino und Info-Monitore sollen im unmittelbaren Umfeld der Maschinen den komplizierten Produktionsprozess verständlich darstellen und an interaktiven Spür-Stationen von den verschiedenen Rohwollen über gewebte Stoffe bis hin zum fertigen Loden "angreifbar" machen. Klarerweise gehören auch Shop und Cafe zum Angebot.
Die Umgestaltung und Öffnung erfolgte im Rahmen des Projektes "Erlebniswelt Wirtschaft", das über das Wirtschaftsressort des Landes läuft und mit der Creative Industries Styria umgesetzt wird. "Die Wirtschaftsleistung steirischer Unternehmen wird so greifbarer und transparenter", so Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann (V).
Die Firma Steiner ist der größte Lodenproduzent Österreichs und wird mittlerweile in der fünften Generation geführt. Verschiedene Grundprodukte werden zu Merinowolle, Alpaka oder Kaschmir in Form von Stoffen und Decken verarbeitet. Die Firma Steiner beliefert weltweit Unternehmen - darunter Burberry, Yves St. Laurent, Jil Sander, Dolce & Gabbana, Cerutti 1881, Boss, Joop und Willi Bogner - mit Lodenstoffen. Die Exportquote beträgt 50 Prozent.
Der Jahresumsatz von Steiner beträgt 11,5 Mio., wovon rund 5 Mio. aus der Textilproduktion kommen, der Rest aus dem Einzelhandel und aus dem Seilbahnbetrieb. Die Firma führt fünf Sesselbahnen am Obertauern und drei Geschäfte. Der Betriebsgewinn wurde für 2009 mit rund 1 Mio. Euro angegeben, die durchschnittliche Mitarbeiterzahl mit 90.








