Ein sportliches Familienfest
Ziemlich alles, was in der Region mit Spitzensport zu tun hat, traf sich in Schladming zur Diskussion mit Sportlandesrat Wegscheider.
Wollte man ein "Who is Who" der heimischen Sportszene verfassen, könnte man sich getrost der Gästeliste des Schladminger Sporthotels Royer bedienen. Dort kam's nämlich am Donnerstag Abend sozusagen zu einem Familientreffen der sportlichen Art.
Der steirische Sportlandesrat Manfred Wegscheider hatte zum Diskussionsabend geladen, das Thema war für die WM-Region um Schladming passgenau gewählt: "Sport als Motor für Tourismus und Wirtschaft." Und jene, die diesen Motor am Laufen halten, waren vollzählig anwesend. Von Sportgrößen wie Hans und Bernhard Knauss, oder Helmut Höflehner bis zu den OK-Chefs aller großen Wintersportveranstaltungen des Bezirkes und sportlichen Legenden wie Charly Kahr war alles vertreten.
Sportlandesrat Wegscheider rechnete vor, dass jährlich insgesamt rund zwei Millionen Euro für die sportlichen Großveranstaltungen in den Bezirk fließen, betonte aber gleichzeitig, dass die damit erzielte Wertschöpfung um ein Vielfaches höher sei. Gar nicht zu reden vom touristischen Werbewert. Wegscheider: "Nicht zuletzt deshalb suche ich immer wieder den Dialog mit dem Tourismus. Das Zusammenspiel zwischen Sport und Tourismus darf ja nicht gestört werden." Auch die wirtschaftliche Bedeutung des Sports untermauerte Wegscheider mit einer eindrucksvollen Zahl: "Jeder zehnte Arbeitsplatz in Österreich ist direkt oder indirekt mit dem Sport verbunden."
WM als Wirtschaftsmotor
Alleine die Alpine Schiweltmeisterschaft 2013 bringe enorm viel Geld in die Region, betonte Wegscheider: "Für die WM fließen mehr als 300 Millionen Euro in die Region, alleine 25 Millionen Euro stehen für den Sport zur Verfügung, das ist der fünffache Betrag, den zum Beispiel Sankt Anton erhalten hat." Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass sich Europa in einem internationalen Wettbewerb der Regionen befinde, sei die Weltmeisterschaft ein enorm wichtiger Faktor. Manfred Wegscheider: "Aus steirischer Sicht befinde ich mich hier in der Zukunftsregion Nummer eins."
Ins selbe Horn stießen die OK-Chefs der heimischen Weltcupveranstaltungen Hans Grogl (Nachtslalom Schladming), Hupo Neuper (Schifliegen Kulm), Alois Stadlober (Weltcup Nordisch Ramsau), Karl Fischbacher (Weltcup Reiteralm) und Manuela Schwarz (Weltcup Haus). Der gemeinsame Tenor der Sportorganisatoren: Jede Veranstaltung für sich trage enorm viel zum touristischen und wirtschaftlichen Erfolg der Region bei. Nicht nur, dass sportliche Großveranstaltungen direkte Nächtigungen in der Region produzieren, vermitteln sie auch auf der ganzen Welt ein äußerst positives Bild der Region.









