Umständehalber positiv
Der Winter brachte keine Rekorde, trotzdem blieb die Region von der großen Krise verschont. Experten rechnen mit leichtem Minus.
Im Leben ist bekanntermaßen alles relativ. Im Tourismus - zumindest heuer - auch. Man nehme die laufende Osterwoche: Da läuft das Geschäft in den 16 größten Viersternhotels rund um die Vier-Berge-Schischaukel relativ gut, die Unternehmer sind durchwegs zufrieden. Je kleiner die Häuser werden, desto bescheidener schaut's oft auch mit der aktuellen Auslastung aus, weiß Schladming-Dachstein-Chef Hermann Gruber zu berichten: "Ostern ist halt keine Hauptsaison."
Fazit: Die Osterwoche liegt durchaus im Rahmen des Üblichen - und das ist wesentlich mehr als man auch ohne hellseherische Fähigkeiten von den nächsten Ostern im Jahr 2011 behaupten kann.
Die tanzen schon alleine vom Termin her gewaltig aus der Reihe: Nächstes Jahr fällt Ostern auf den kalendarisch beinahe spätestmöglichen Termin, Ende April, was den heimischen Touristikern schon jetzt einige Sorgen bereitet. Gruber: "Das wird auf jeden Fall sehr schwierig. Wir haben zwar schon abgeklärt, dass die meisten Schiberge noch geöffnet sein werden, die große Frage wird allerdings sein, ob wir noch viele Buchungen für einen Schiurlaub zustande bringen." Dazu käme auch noch das Problem, dass viele der großen Häuser zu einem so späten Termin möglicherweise gar nicht mehr geöffnet hätten.
Jedenfalls mit einem leichten Minus dürfte sich die heurige Wintersaison zu Buche schlagen. Gruber rechnet mit maximal fünf Prozent Minus, ist damit aber umständehalber nicht unzufrieden: "Der heurige Winter wird -nach dem Rekord vom Vorjahr immer noch der Zweitbeste der Geschichte. Das ist im Anbetracht der Krise eigentlich sehr erfreulich."








