Nightrace Schladming: Nur wenige Einsätze für Rotes Kreuz
Das Nightrace im obersteirischen Schladming ist auch aus der Sicht des Roten Kreuzes zufriedenstellend verlaufen.

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59 Personen wurden vom Roten Kreuz in den Sanitätsräumen vor Ort versorgt. 13 davon mussten in das Diakonissenkrankenhaus Schladming eingeliefert und teilweise stationär aufgenommen werden. "Bei rund 50.000 Besuchern liegt die Zahl der Versorgungen unterdurchschnittlich im Rahmen solcher Großevents", so ein Sprecher. Raufereien wurden nicht gemeldet. Die RotKreuz-Mitarbeiter des Bezirkes Liezen hatten innerhalb zweier Wochen gleich drei Großevents zu bewältigen: Erst das Schifliegen am Kulm und den Damen-Schiweltcup in Haus/Ennstal, am Montag und Dienstag den Herren-Weltcupslalom in Schladming, das Nightrace. Rund 100 Mitarbeiter für die sichere sanitätsdienstliche Versorgung der rund 50.000 Eventbesucher sowie der Teilnehmer.
Besucherströme
Neben den Sanitätsräumen und Ambulanzcontainern standen der Großunfallzug Stainach und fix postierte Rot-Kreuz-Fahrzeuge zur Verfügung. Mobile Einsatzteams patrouillierten als "direkte Anlaufstellen" permanent durch die Besucherströme. Im Vordergrund der Versorgungen standen Kreislaufkollapse, Knochenbrüche und Verletzungen nach Stürzen, einzelne Unterkühlungen, aber auch alkoholisierte Personen. Letztere hielten sich aber laut Rotkreuz-Sprecher Manuel Bartl im Rahmen. Der leicht verletzte Schirennläufer Andre Myhrer wurde ebenso vom Roten Kreuz versorgt und in das Krankenhaus Schladming gebracht.
Unterstützung erhielten die Ennstaler Sanitäter durch die RK-Bezirksstellen Graz-Umgebung, Voitsberg, Knittelfeld und Gmunden sowie die Rettungsabteilung der Feuerwehr Admont. Ein Teil der Rot-Kreuz-Kräfte rückte bereits kurz nach dem Ende des Bewerbs wieder ab, der Rest verlagerte den Schwerpunkt der Tätigkeit in die "Weltcupmeile" in der Innenstadt von Schladming. Als rettender Engel anderer Art - für Vorläuferin Marlies Schild - agierte der Schladminger ÖAMTC-Pannenfahrer Harald Royer: Erwischt Schild sonst gute Starts, so war jener in den Mittwoch nicht optimal: In der Früh beim Beladen ihres Wagens fiel die Heckklappe zu, der Autoschlüssel war eingesperrt. Trotz nahezu minus zehn Grad Celsius öffnete Royer in gefühlvoller Feinarbeit die Heckklappe so weit, dass der Schlüssel erreicht und das Auto geöffnet werden konnte.
Laut ÖAMTC und ARBÖ hatte die frostige Nacht ein Nachspiel für viele Weltcup-Fans: Zur Zeit lägen die Einsätze über dem Durchschnitt, besonders in Kältegebieten wie rund um Schladming streikten immer wieder altersschwache Autobatterien.







