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Zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 um 21:38 UhrKommentare

"Für ein Alpenland wie Österreich unglaublich"

Atemnot in der Szene der Schibergsteiger: Die BSO lehnt die Aufnahme ab, nimmt aber Frisbee auf.

Foto © APA/Sujet

Ein schwarzer Tag für den österreichischen Schitouren-Rennsport. So betitelte Klaus Gösweiner sein E-Mail zur aktuellen Lage. Keine Sorge, gestorben ist keiner. Irgendwie aber schon. Denn die gesamte Szene muss ihre Hoffnungen jetzt zu Grabe tragen, dass ihre Sportart mehr Anerkennung findet.

Die Bundessportorganisation (BSO) hat sich für eine Nichtanerkennung ausgesprochen und das Schibergsteigen trotz positiver Signale im Vorfeld nicht als offizielle Sportart aufgenommen. Die BSO ist das höchste Sportgremium in Österreich und als Vereinigung aller Dachverbände für 14.400 Vereine zuständig.

Im internationalen Verband der Schibergsteiger sind 36 Mitgliedsstaaten vertreten, die Schi- und Bergnation Österreich ist mit ihrem Verband Askimo (Sitz in Gosau) als einzige in der eigenen BSO nicht anerkannt. Dabei gab es in den letzten Jahren viele Erfolge, Weltcup und WM wurden beschickt.

Besonders verwundert zeigt man sich, dass die Breitenwirkung mit mehr als 500.000 Aktiven in Österreich nicht gewürdigt wurde, genauso wenig die rund 70 Wettkämpfe und der boomende Fachhandel. Finanzielle und sportliche Konzepte (Heeressport, Schulmodelle) sind jetzt ohne BSO nicht umsetzbar. Und der Clou: Die BSO, die auch Curling (mit sechs Vereinen und 159 Aktiven) anerkennt, hat dafür die Sportart Frisbee offiziell aufgenommen. Das gießt noch mehr Öl ins Feuer. . .

"Katastrophe"

"Für mich als Athleten der Nationalmannschaft und Werksathleten von Dynafit International ist das schlichtweg eine Katastrophe", ärgert sich Gösweiner. Die Argumente (zu gefährlich, nicht versicherbar, keine hauptamtlichen Mitarbeiter) sind für den Schladminger reine Augenauswischerei. "Für ein Alpenland wie Österreich ist das unglaublich."

CHRISTOPH HEIGL

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