Für Olympia zählt jetzt nur der Riesentorlauf
Seit August trainiert Manuel Veith auf Schnee, seine Slalom-Resultate sind in dieser Saison nur Nebensache.

Foto © GEPADer Schladminger Snowboarder Manuel Veith will die Muskeln spielen lassen
Das Arbeitsgerät des Schladmingers Manuel Veith ist 1,85 Meter lang, 20 Zentimeter breit und begleitet den Snowboarder seit Mitte August buchstäblich durch alle Höhen und Tiefen - jene der mitteleuropäischen Bergwelt nämlich. Trainingskurse in Saas Fee und Zermatt (Schweiz), am Stilfser Joch (Italien) und in Sölden hat Veith bereits in den Beinen. "An die 40 Schneetage werden es schon sein, auch weil wir relativ früh angefangen haben und Mitte August bereits optimale Trainingsbedingungen vorgefunden haben", erzählt Veith.
Auch das erste Rennen hat er bereits hinter sich, beim Parallel-Slalom in der Schihalle von Landgraaf (Niederlande) war allerdings schon in der Qualifikation Endstation: "In der Halle zu fahren, ist natürlich ganz was anderes und für mich eine richtige Qual, weil es so flach ist", klagt Veith, dessen Hauptaugenmerk aber ohnehin auf den Parallel-Riesenslalom gerichtet ist: "Bei Olympia wird nur der Riesentorlauf ausgetragen, daher konzentriere ich mich ganz klar auf diese Disziplin."
Wie sehr reizt Olympia? "Natürlich will ich dabei sein, ich war ja auch letztes Jahr bei der Snowboard-Weltmeisterschaft", betont Veith. Dass der Weg nach Vancouver über gute Resultate im Weltcup führt, ist dem 24-Jährigen bewusst: "Wenn ich bei den Weltcup-Rennen gute Ergebnisse bringe, ergibt sich der Rest von selbst." Der Rest wäre in diesem Fall eine Olympia-Teilnahme, für eine erfolgreiche Qualifikation muss Veith im Weltcup unter den vier besten Österreichern sein.
Start in Italien
Erste Gelegenheit, diese Ambitionen zu unterstreichen, gibt es am 6. Dezember beim Riesentorlauf-Weltcupauftakt in Limone Piemonte (Italien): "Mit dem bisherigen Training bin ich sehr zufrieden. Bis zum Auftakt sollte ich dann soweit sein, dass das Snowboarden von alleine geht, ohne dass ich viel nachdenken muss", ist Veith optimistisch.








