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Zuletzt aktualisiert: 21.09.2009 um 22:24 UhrKommentare

Schladminger Bike-Party mit kleinem Wermutstropfen

Positive Bilanz nach dem Weltcup-Wochenende. Im nächsten Jahr gibt es aber kein Finale und "nur" noch zwei Disziplinen.

Positive Bilanz nach dem Weltcup-Wochenende

Foto © APAPositive Bilanz nach dem Weltcup-Wochenende

Nach dem Weltcupfinale sind die gröbsten Umbauarbeiten bereits erledigt. Was aber nicht heißt, dass das junge Team rund um OK-Boss Werner Madlencnik bereits die Füße hochlagern kann. "Ein paar Tage haben wir schon noch Arbeit", schnauft er.

Sein Resümee fällt extrem positiv aus. Noch nie in den sechs Jahren Weltcup gab es so einen sportlichen und organisatorischen Erfolg. Sein junger PR-Mann Christoph Tritscher bekommt wegen des tollen Medienechos in TV, Internet und Radio sogar Extra-Lob vom "Chef". Ebenfalls wohlwollend waren die Kommentare der Promis beim VIP-Biathlon (u.a. mit Fritz Strobl, Sabine Spitz, Hans Knauss und der Sporthilfe) und der Aktiven. "Es ist toll, auf dieser von Saison zu Saison schwierigeren Strecke zu gewinnen", meinte Sieger Sam Hill. Was die schnellste Dame, Tracy Moseley, bestätigte: "Die Strecke ist eine der schwersten im Weltcup, vor allem die Wurzeln im steilen Waldstück." Schladmings Markus Pekoll war als Zwölfter die große Überraschung: "Ich habe so lange auf dieses Ziel hingearbeitet. Vor Heimpublikum in die Spitze zu fahren, ist etwas Besonderes."

Wünsche für 2010

Moseley wird in Zukunft vielleicht selbst mithelfen, denn die schnelle Engländerin hat Ideen für neue Streckenteile. Der Weltverband UCI wünscht sich nämlich neue Elemente in der Strecke von der Planai. Die zwei weiteren Wünsche: Eine Lautsprecheranlage vom Ziel bis zum Start bei der Mittelstation, damit die tausenden Fans im Wald besser informiert sind, und eine bessere Lösung beim Transport zum Fourcross-Start (heuer mit Schrägaufzug). Diese Verbesserungsvorschläge stoßen bei Madlencnik auf offene Ohren. "Aber das ist keine Frage des Wollens oder Könnens, sondern schlicht eine Frage der Finanzierung." Mit seinem "Krisenbudget" hat er heuer vor allem elementare Dinge wie Sicherheitsbestimmungen im Auge gehabt.

Neuer Termin

Wermutstropfen: Mit der Bewerbung um das vierte Weltcup-Finale in Folge ist man abgeblitzt, weil es 2010 nach Wunsch der Fahrer keinen Cross-Country nach der WM mehr geben wird. Der Terminkalender ist relativ unflexibel, Schladming bekam den 19. und 20. Juni 2010, muss aber auf den Cross-Country verzichten. Bleiben also Downhill und Fourcross.

PS: Und wer noch immer kein genaues Bild davon hatte, wie sich die ziemlich ausgezehrten Cross-Country-Fahrer von den eher lockeren Downhill-Typen unterscheiden, sah bei Schladmings Siegerehrungen folgendes: Cross-Fahrer nippen am Siegersekt, Downhiller trinken "ex".

CHRISTOPH HEIGL

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