Handymasten ohne Rücksprache aufgestellt: "Unfreundlicher Akt"
Weil Mobilkom Handymasten ohne Rücksprache aufgestellt hat, kündigt Schladminger Bürgermeister die Zusammenarbeit auf.

Foto © APA/SujetIn Schladming habe man sich schon seit 2007 bemüht, ein transparentes und nachvollziehbares Standortkonzept für Mobilfunksender zu erarbeiten
Jürgen Winter ist Bürgermeister von Schladming - und Jürgen Winter ist sauer. Richtig sauer. Der Grund für den Ärger ist um die zwei Meter groß und steht auf einem Hausdach in der Schladminger Roseggerstraße. Unschwer zu erraten: es geht um einen Handymast, die ja gerade in den letzten Tagen wieder europaweit zum Streitthema wurden.
Handy-Strahlen:
Offener Brief. Dass der Schladminger Bürgermeister nun seinem Groll gegen den heimischen Mobilfunkanbieter Mobilkom in einem offenen Brief freien Lauf ließ, hat aber nicht unmittelbar mit Grenzwerten oder ähnlichem zu tun. Es geht um die Vorgangsweise, die der Mobilfunk-Riese bei der Aufstellung seiner Sendemasten gewählt hat. Winter in seinem offenen Brief an die Mobilkom: "Sehr überrascht haben wir von Seiten der Stadtgemeinde Schladming und ich als Bürgermeister zur Kenntnis nehmen müssen, dass an verschiedenen Standorten in Schladming Mobilfunksender aufgestellt wurden. Von Seiten der von Ihnen nicht informierten Nachbarn sind große Bedenken insbesondere hinsichtlich befürchteter gesundheitlicher Beeinträchtigungen vorgebracht worden."
Handys:
Standortkonzept. In Schladming habe man sich schon seit 2007 bemüht, ein transparentes und nachvollziehbares Standortkonzept für Mobilfunksender zu erarbeiten. Von Seiten der Mobilkom seien, so Winter, die Gespräche allerdings nicht mehr fortgesetzt worden. Die Mobilkom habe, ohne Absprache mit der Gemeinde, ihr Versorgungskonzept auf den Ausbau von Standorten auf Dächern umgestellt.
Das Fazit des Bürgermeisters fällt höchst unzweideutig aus: "Wir betrachten dies als unfreundlichen Akt und fühlen uns sowohl als Gemeindevertretung, wie auch ich als Bürgermeister dermaßen provoziert, dass wir weder mit der Mobilkom noch mit Ihren ehemaligen Teilsparten oder jetzigen Schwesterbetrieben, wie Telekom, Post AG usw., bis zu einer Klärung auf höchster Ebene zusammenarbeiten wollen und diese Zusammenarbeit bis auf weiteres aufkündigen."
Von Seiten der Mobilkom Steiermark versteht man die Aufregung in Schladming nicht unbedingt. Man sei, so hieß es von Seiten der Mobilkom gegenüber der Kleinen Zeitung, seit vier Jahren in Gesprächen mit der Stadtgemeinde Schladming um Lösungen zu finden. Solche Lösungen seien aber nicht zu erzielen gewesen. Erst im Frühjahr habe man Bürgermeister Winter über die aktuell geplanten Standorte in Schladming informiert. Bei allen neuen Standorten seien selbstverständlich alle rechtlichen Vorgaben eingehalten worden, so ein Sprecher der Mobilkom.










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