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    Zuletzt aktualisiert: 07.06.2009 um 15:50 UhrKommentare

    Umtriebiges Urgestein mit tiefen Wurzeln

    Hermann Kröll wird 70. Als Urgestein mit ausgeprägter Bodenhaftung gehört der Schladminger Altbürgermeister zur aussterbenden Spezies der Ortskaiser. Im besten Sinne.

    MIt Gattin Gertrude fand Hermann Kröll 1994 seinen privaten Ruhepol

    Foto © Erwin ScheriauMIt Gattin Gertrude fand Hermann Kröll 1994 seinen privaten Ruhepol

    Hermann Kröll ist ein Getriebener. Und das war er wohl immer schon. Wie in seiner beruflichen Laufbahn, die ihn vom Forstarbeiter beim Stift Admont über eine Elektrikerlehre in Wien und der Arbeit in einer Landwirtschaft schließlich zur Fleischhauerei führte. Mit Erfolg übrigens, immerhin war Hermann Kröll im Jahr 1965 der jüngste Fleischermeister Schladmings. Endgültig zufriedengestellt hat den jungen Mann, der ursprünglich aus St. Johann am Tauern stammt, aber auch das nicht: Er sattelte noch einmal um, wurde Versicherungskaufmann und Gemeinderat - und beides mit Erfolg.

    Polit-Allrounder. Wie gesagt: Hermann Kröll ist ein Getriebener. Und zwar einer, der am kommenden Donnerstag, dem 11. Juni, seinen 70. Geburtstag feiert. Biologisch gesehen. Stellt man eine politische Milchmädchenrechnung an, kommt nämlich was anderes raus: 40 Jahre im Gemeinderat von Schladming, 30 Jahre Bürgermeister ebendort. Zehn Jahre als Landtagsabgeordneter und vier Jahre Nationalrat und - quasi zum Drüberstreuen - 15 Jahre als Präsident des Steiermärkischen Gemeindebundes und acht Jahre als erster Vizepräsident des Österreichischen Gemeindebundes. Macht unterm Strich stolze 107 Jahre. Politisch gesehen versteht sich. Obwohl - bei genauer Durchsicht sollte man vielleicht doch noch ein paar Jährchen drauflegen. Immerhin bewegten sich die Arbeitstage des Schladminger Polit-Allrounders meist im hohen, zweistelligen Stundenbereich. Übrigens zum gelegentlichen Leidwesen der Schladminger Gemeinderäte. Sitzungen bis nach Mitternacht waren keine Seltenheit, in manchen Fällen ging's gar verdächtig Richtung Morgengrauen. Und mancher in den Zuschauerrängen mag dabei schläfrig einen Gedanken gefasst haben: Hermann Kröll ist ein Getriebener.

    Politische Funktionen. Alleine die Tatsache, dass der rüstige Schladminger Altbürgermeister in seiner politischen Karriere, die vor 44 Jahren begann, ganze 107 Jahre an politischen Funktionen unterbrachte, mag eines hinlänglich beweisen: Langeweile war keinesfalls das Problem des Hermann Kröll. Und trotzdem: Neben unzähligen Zusatzaufgaben von "A" wie Abfallwirtschaftsverband, dessen Gründungsobmann Kröll im Jahre 1976 war, bis "Z" für die Zusammenarbeit mit dem Steirischen Städtebund, in deren Rahmen Kröll diverse Hilfsaktionen für Bosnien-Herzegowina und Ex-Jugoslawien organisierte, blieb noch Zeit für eine wahrhaft weltumspannende humanitäre Funktion.

    Special Olympics. Seit 1993 ist Kröll Präsident von Special Olympics Österreich - mit weitreichenden Folgen auch für seine Heimat Schladming. Dank seiner Freundschaft zu Arnold Schwarzenegger holte Kröll 1993 die Special Olympics-Welt-Winterspiele nach Schladming. Ein Meilenstein, auch weil die Spiele damals überhaupt zum ersten Mal außerhalb der USA ausgetragen wurden.

    "Getriebener". Und auch, wenn die Aufzählung der Ämter und Verdienste notgedrungen unvollständig bleiben muss, ist eines klar: Hermann Kröll ist ein Getriebener.

    Fleiß und Ehrgeiz. Bleibt eine Frage: Was war es, das den geborenen Instinkt-Politiker stets angetrieben hat? Glaubt man jenen, die seinen Weg begleiteten, war es neben Fleiß und Ehrgeiz vor allem die Liebe zu den Menschen. Ganz besonders zu jenen, die vom Leben nicht immer verwöhnt wurden.

    CHRISTIAN NERAT

    Fakten

    Michael Köhlmeier, geboren am 15. Oktober 1949, wuchs in Hard am Bodensee (Vorarlberg) auf, heute lebt er in Hohenems.

    Er studierte Germanistik und Politikwissenschaft sowie Philosophie und Mathematik in Gießen und in Frankfurt am Main.

    Große Popularität erlangte er durch seine Nacherzählungen klassischer Sagen. Aber er schreibt auch Romane, Erzählungen, Hörspiele und Lieder. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise.

    Sein Roman "Abendland", ein gewaltiges Opus über das 20. Jahrhundert, das 2007 erschien, wurde von der Kritik hymnisch gefeiert.

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