Energie-Belegschaft klagt über Druck
Erstmals zweite Liste bei Betriebswahl.

Foto © APAFirmenzentrale der Energie Steiermark
Die Belegschaft der Energie Graz hält am Freitag Betriebsratswahlen ab. An sich ein Routineereignis - wenn da nicht der Umstand wäre, dass erstmals eine zweite Liste kandidiert. Neben der bisherigen Einheitsliste von Karl Klapsch, die sowohl die sozialdemokratischen als auch die Christgewerkschafter repräsentiert, will Robert Ragan mit einer eigenen Liste "für eine echte Wahlmöglichkeit sorgen", wie er sagt. Ragan fühlt sich im Vorfeld allerdings behindert: "Einige Kollegen, die für mich unterschrieben haben, wurden unter Druck gesetzt. So habe ich mir Demokratie nicht vorgestellt." Dass der Druck indirekt von der Geschäftsführung ausgeht, will niemand bestätigen - schon gar nicht Energie-Graz-Chef Gert Heigl: "Wie sich die Mitarbeiter organisieren, ist keine Frage, die mich primär beschäftigt." Zusätzliche Listen seien "natürlich" eine Bereicherung.
Geheimstudie. Der Kleine Zeitung-Bericht über die Geheimstudie zum Bau des Schladminger Krankenhauses sorgt politisch für Wirbel. Der grüne Kontrollsprecher Lambert Schönleitner kritisiert, dass für den 50 Millionen Euro teuren Bau noch immer keine Schlussrechnung vorliegt. Dass die Vamed als Anbieter offenbar bevorzugt wurde, weil kein Vergabeverfahren stattfand, ist für die Grünen aufklärungsbedürftig: Sollten die Frage nicht geklärt werden, stehe der Verdacht der SPÖ-Parteienfinanzierung im Raum.
Blitzstart. Der Aufstieg der Jugendsprecherin der SPÖ im Parlament, Laura Rudas, in die Parteizentrale verschafft der Steirerin Elisabeth Hakel einen Blitzstart: Hakel (30) wurde soeben erst ins Parlament hineingewählt. Kommende Woche wird Klubchef Josef Cap sie quasi aus dem Stand heraus für die Aufgabe der Jugendsprecherin vorschlagen. Anbrennen lässt Hakel nichts: Sie schrieb bereits alle Schulen des Bezirks an und lud sie ein zu Führungen ins Parlament.








