Ski Amade investiert heuer 70,6 Millionen Euro
34 Millionen Euro werden in den Bau neuer Bahnen und Lifte investiert. Trotz Finanzkrise rechnet Ski Amade mit bis zu 6,5 Millionen Nächtigungen. Die Ticketpreise werden um 3,8 Prozent teurer.

Foto © APADie Schiregion "Ski Amade" ist für den bevorstehenden Winter gerüstet
Die größte heimische Schiregion Ski Amade ist für den bevorstehenden Winter gerüstet und blickt der Saison trotz Finanzmarktkrise optimistisch entgegen. Heuer haben die 22 Mitgliedsgesellschaften des Fünf-Regionen-Verbandes 70,6 Millionen Euro in Infrastruktur, Komfort und Beschneiung investiert. Das sei "mehr als je zuvor", sagte der neue Ski Amade-Präsident, Rudolf Egger, am Mittwoch vor Journalisten in Wien. Zu Ski Amade gehören die Salzburger Sportwelt, Schladming-Dachstein, Gastein, Hochkönig und das Großarltal.
Rekordergebnis.
Das Rekordergebnis von 2007/08 könne in der kommenden Wintersaison zwar nicht erreicht werden, dennoch rechnet Egger mit 6,4 bis 6,5 Millionen Nächtigungen nach 6,9 Millionen im Vorjahr. Das entspreche dem Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Die steigenden Kosten wird die Schiregion in 3,8 Prozent teureren Kartenpreisen an die Gäste weitergeben, auch wenn Ski Amade die Teuerungenen damit nicht abdeckt.
Investitionen.
Knapp die Hälfte der aufgewendeten Geldmittel ist heuer in den Bau neuer Bahnen und Lifte investiert worden. 16,8 Millionen Euro wurden in neue Parkmöglichkeiten, Fuhrparkerweiterungen, neue Pistengeräte und Komfortverbesserungen gesteckt. Die Beschneiung haben sich die fünf Regionen 15,4 Millionen Euro an Investitionen kosten lassen. Im vergangenen Winter steckte Ski Amade noch 40 Millionen Euro in neue Beschneiungssysteme.
Schi-WM 2013.
In den vergangenen Jahren hat Ski Amade die Investitionen kontinuierlich gesteigert. Auch in Zukunft wolle man weiter Geld in die Hand nehmen, aber nicht mehr in einem solchen Ausmaß wie heuer, hieß es heute. Die Ski-Weltmeisterschaft 2013, für die Schladming den Zuschlag als Austragungsort erhalten hat, werde aber einen kräftigen Investitionsschub bringen.
Wintersaison.
Die Erwartungen für die kurz bevorstehende Wintersaison sind "ein bisschen gedämpft, aber durchaus positiv", sagte der Ski Amade-Präsident. Diese Saison werde nicht so "kompakt" wie die letzte - der späte Ostertermin (Ostersonntag ist der 12. April) und der spürbare Trend zu Kurzurlauben werde sich bemerkbar machen. Dennoch sieht Egger im Trend zu Kurzurlauben eine Chance: Durch entsprechende Angebote und Events könne Ski Amade diese Entwicklung für sich nutzen. Außerdem seien Kurzurlauber "Wiederholungstäter", glaubt Egger. Diese würden auch zwei- oder dreimal in der Saison kommen.
Konjunkturabschwächung.
Dass die Menschen wegen der Konjunkturabschwächung keinen Skiurlaub mehr machen, glaubt Egger nicht. "Auf den Urlaub will man ja doch nicht verzichten." Die Buchungslage sei auf einem hohen Stand, auch bei den Tagesgästen aus der Umgebung werde es keinen Einbruch geben.








