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Zuletzt aktualisiert: 02.03.2009 um 22:05 UhrKommentare

Der Stau macht den Unterschied

Lawine verschüttete Koppenpassstraße. Für die örtlich so verschiedenen Neuschneemengen ist die Intensität der Nord-Staulage verantwortlich.

Eine Lawine auf dem Koppenpass vershcüttete die Straße bis zu sechs Meter hoch

Foto © Christian HuemerEine Lawine auf dem Koppenpass vershcüttete die Straße bis zu sechs Meter hoch

Am Montag wurden mehrere Zufahrtsstraßen zu kleineren Ortschaften freigegeben. Hinterwildalpen und St. Nikolai sind nun wieder mit dem Auto erreichbar. In anderen Bereichen war man noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Etwa auf dem Koppenpass zwischen Bad Aussee und Obertraun/Hallstatt. Dort verschüttete eine Lawine auf 50 Metern die Passstraße. "Passiert ist nichts, weil der Koppen ohnehin schon gesperrt war", so Straßenmeister Josef Kamerberger. Die Sperre bleibe bis auf weiteres auch aufrecht. "Vor allem auf der oberösterreichischen Seite, die noch steiler ist, gehen ständig Lawinen ab. Es ist zu unsicher." Auch die Bahnstrecke zwischen Bad Aussee und Obertraun ist noch bis Mittwoch früh wegen Lawinen gesperrt.

Lawinenabgang ohne Schaden. Heftig gewütet haben die Schneefälle der letzten Tage auch auf dem Loser, wo erst nach und nach die Schäden sichtbar werden. "Die Bräuningalm etwa wurde fast zur Gänze zerstört, dort gibt es nur mehr zwei Hütten, die einen Lawinenabgang ohne Schaden überstanden haben dürften", so der Altausseer Amtsleiter Bernhard Haim. "Die Schneemengen erinnern an den Rekordwinter von 2005."

Ungleich verteilt. Ähnliches dürften sich auch die Bewohner in Gstatterboden und anderen schneereichen Gegenden gedacht haben, während sich andere in der Region wiederum fragten, von welchem Schnee eigentlich die Rede ist. "Es war tatsächlich so, dass die weiße Pracht örtlich ganz unterschiedlich ausgefallen ist", weiß man auch bei der Wetterwarte in Aigen.

Regional große Unterschiede. Allein zwischen der Innenstadt Liezen und dem Pyhrn fiel etwa die doppelte Schneemenge. Auch sonst gab es regional große Unterschiede. "Das hat mit der Nord- und Nordwest-Staulage zu tun und ist an und für sich nichts Ungewöhnliches." Nachvollziehen kann man das etwa auch über die Messstationen des Lawinenwarndienstes, die auf den Bergen sind (online frei zugänglich unter www.lawine-steiermark.at).

Schneefallgrenze steigt. Laut Wetterwarte Aigen bringen die nächsten Tage zwar etwas wärmere Temperaturen, die Schneefallgrenze steigt. "Der Frühling steht aber noch nichts ins Haus. Der Winter bleibt uns vorerst noch erhalten."

CHRISTIAN HUEMER

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