Bürger gewinnen Energie
Die Energieagentur Nord plant Bürgerkraftwerke in den Gemeinden und setzt dabei auf Solarenergie. Ab 500 Euro Einlage sind Interessierte dabei.

Foto © LOHRBACH/FOTOLIA Bürger können in Solarkraft investieren, in den Gemeinden werden dazu Info-Veranstaltungen abgehalten
Die Energieagentur Nord setzt auf die Kraft der Sonne und jene der Bürgerinnen und Bürger, die dazu aufgerufen sind, sich an Kraftwerken zu beteiligen. Geplant sind kollektive Fotovoltaikanlagen, die in Gemeinden errichtet werden sollen, in denen sich genügend Interessenten finden und die Voraussetzungen zu dieser alternativen Stromgewinnung vorhanden sind. Träger ist die Energieagentur Nord, die auch für die Abwicklung zuständig ist. Projektleiter Thomas Pötsch: "Für das Bürgerkraftwerk mietet die Energieagentur Dachflächen von Gemeinden, Betrieben oder Privaten und errichtet darauf Fotovoltaikanlagen. Als Rechtsform dient die GmbH der Agentur, in jeder Gemeinde wird eine eigene GmbH & CoKG gebildet. Die Bürger sind zu hundert Prozent Eigentümer der Anlage." Einsteigen können Interessierte ab 500 Euro, die Einnahmen kommen den investierenden Bürgern zugute.
Das Interesse der Bevölkerung an erneuerbarer Energie sei groß, betont Ernst Nussbaumer, der über die Energieagentur ebenfalls mit den Bürgerkraftwerken befasst ist. "Aber nicht jeder hat selbst geeignete Flächen; durch dieses Gemeinschaftsmodell kann sich jeder beteiligen. Die Teilnahme soll auf die Bewohner in der jeweiligen Gemeinde beschränkt sein, die großen Anbieter sind nicht angesprochen." Zusammengearbeitet wird mit der Abwicklungsstelle für Ökostrom (OeMAG), die den erzeugten Strom auch abnimmt.
Derzeit finden Info-Veranstaltungen in den Gemeinden statt, die erste in Altenmarkt bei St. Gallen, wo die Gemeinde Flächen zur Verfügung stellt.









