Landesrat auf Imagetour
Siegfried Schrittwieser wirbt für das Sparbudget im Sozialbereich. Für gefährdete Wohnbetreuung soll es Lösungen geben, Aussee ist in Schwebe.

Foto © KanizajSiegfried Schrittwieser
Nach der Grünen Klubobfrau Ingrid Lechner-Sonnek ist jetzt Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser (SPÖ) im Land unterwegs, um das zu loben und wortgewaltig zu erklären, was Sonnek schwer kritisiert: die Einsparungen im Sozialwesen, vor allem im Behindertenbereich.
Nicht er verunsichere die Menschen, sondern die grüne Abgeordnete, bei einem Besuch der Lebenshilfe Rottenmann seien ihm "Eltern mit Tränen in den Augen gegenübergesessen und hätten gefragt, ob es stimmt, dass sie um die weitere Betreuung ihrer Kinder zittern müssten". Betroffene und Behinderteneinrichtungen würden ihm, so Schrittwieser, attestieren, dass man nach den Nachverhandlungen durch die Proteste mit den Maßnahmen leben könne. "In Leoben habe ich bei der Lebenshilfe sogar ein von Klienten gebasteltes Windlicht geschenkt bekommen", sieht sich der Soziallandesrat bestätigt, der nicht müde wird zu predigen, "dass sich eigentlich ja nichts verändert hat".
Bei seiner gestrigen Tour durch den Bezirk wurde Schrittwieser mit der Unsicherheit in den Lebenshilfe-Wohnhäusern Admont und Rottenmann konfrontiert, hier sagte er zu, dass an einer Lösung gearbeitet werde, um den Bestand zu garantieren. In Aussee ist aufgrund des Bedarfs ein Wohnhaus mit Vollzeitbetreuung in Planung - die Verwirklichung steht aber in den Sternen. "Bis Ende 2012 wird es generell keine neuen Verträge geben, und das wollen wir auch nicht aufmachen", so Schrittwieser gestern in einer Pressekonferenz - noch vor seinem Besuch in Aussee.
Neue Angebote wird es laut Schrittwieser für ältere behinderte Menschen und zu früh geborene Kinder mit Beeinträchtigungen geben, hier nehme der Bedarf zu. In zwei steirischen Modellregionen soll die Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderung erprobt werden.







