Aussee und Rottenmann im Verbund
"Leider ist das keine Kooperation auf Augenhöhe", heißt es in Aussee.
BAD AUSSEE. Das Bad Ausseer Spital steht nun mit mehrern Partnern in Kooperation. Die Chirurgie wird um einen Orthopädie-Schwerpunkt erweitert - fachlich unterstützt wird man dabei von den Spezialisten der Stolzalpe. Mit Rottenmann bilden die Ausseer überhaupt einen gemeinsamen Verbund. Betriebsdirektorin Wera Spiegel-Senghas betonte gestern die Wichtigkeit der Zusammenarbeit. "Das ist von großer Bedeutung und es ist auch möglich, ohne dass die Identitäten der beiden Häuser verloren gehen."
Das Stimmungsbild bei mehreren Mitarbeitern im Bad Ausseer Spital zeichnet allerdings ein anderes Bild. "Entscheidungen werden nur in Rottenmann getroffen, wir sind hier im Verbund nachrangig", heißt es hinter vorgehaltener Hand. Auch über etablierte Ausseer Einrichtungen, etwa die Schmerzambulanz oder die Palliativ-Tätigkeit, die mit großem Engagement aufgebaut wurden, würde nun kurzerhand in Rottenmann verfügt. "Die Zusammenarbeit mit den Kollegen der Stolzalpe ist eine echte Kooperation, mit Rottenmann funktioniert das leider nicht auf Augenhöhe, darum ist die Stimmung schlecht", fasst ein Mitarbeiter des Hauses in Bad Aussee zusammen.







