Grüne kokettierten in Obersteiermark mit Rot-Grün
Nach den Wahlen am Sonntag ist in steirischen Gemeinden ohne absolute Mehrheit der Bürgermeisterpoker eröffnet worden. Dabei ließen die Grünen mit offenen Koalitionsangeboten an die SPÖ für die obersteirischen Städte Bad Aussee und Rottenmann aufhorchen.

Foto © Bettina OberrainerLambert Schönleitner
In beiden Fällen könnten die neu eingezogenen Grünen dem Wahlverlierer SPÖ das Stadtoberhaupt sichern.
Der Obersteiermark-Sprecher der Grünen, Landestabgeordneter Lambert Schönleitner, nennt es "fortschrittliche Koalitionen", die man mit der SPÖ eingehen wolle. Sowohl in Bad Aussee als auch in Rottenmann hat die SPÖ ihre absolute Mehrheit verloren und ist nun auf zumindest eine zweite Partei in der Bürgermeisterfrage angewiesen. Die Grünen würde einen solchen Pakt natürlich nicht ganz selbstlos eingehen: In Bad Aussee verknüpft man damit den Abgang des noch amtierenden Langezeit-Bürgermeisters Otto Marl (S), so Spitzenkandidat Gottfried Hochstetter, der übrigens 2005 bei den Grünen wegen einer Namensliste gemeinsam mit FPÖ-Funktionären in Ungnade gefallen war.
Personelle Veränderung
In Rottenmann, wo LAbg. Ewald Persch (S) erst vor kurzem das Bürgermeisteramt übernommen hat, junktimieren die Grünen keine personelle Veränderung. Aus Schönleitners Sicht ist nun auch SPÖ-Landeschef Franz Voves gefordert: "Er soll innovative Lösungen mit den Grünen ermöglichen."
Im Ausseerland sind der ÖVP am Sonntag sowohl in Bad Aussee als auch in Altaussee prestigeträchtige Erfolge gelungen: In Bad Aussee verlor die SPÖ 17,34 Prozentpunkte und die Absolute, in Altaussee gar 19,38 Prozentpunkte und damit Mehrheit und Bürgermeister.







