Nahversorger in Rottenmann sperrt vorübergehend zu
Ende September schließt der Lebensmittelladen in der Rottenmanner Innenstadt. Der Initiator hofft auf Unterstützung der Gemeinde.

Foto © APVor eineinhalb Jahren wurde eingeräumt, jetzt wieder ausgeräumt. Aber Neustart ist geplant.
Nach knapp eineinhalb Jahren geht der Rollladen des Nahversorgers wieder herunter. Aber nicht für immer, wenn es nach den Vorstellungen von Initiator Helmut Schaupensteiner läuft. Bekanntlich ist zwischen ihm und der Stadtgemeinde ein heißes Match um die behindertengerechte Zugangsrampe entbrannt, selbige soll jetzt abgebaut und nach einer tragfähigen Lösung gesucht werden.
"Natürlich ist es auch wirtschaftlich nicht einfach, ein kleines Geschäft am Laufen zu halten, aber ich bin immer noch davon überzeugt, dass es geht, wenn alle mitmachen. Mit "alle" meint Schaupensteiner in erster Linie die SPÖ, als größten Widersacher ortet der FPÖ-Gemeinderat Schaupensteiner Noch-Bürgermeister Ludwig Kopf, der für die kommenden Gemeinderatswahlen nicht mehr kandidiert.
"Die Gemeinde hat uns abgesehen von der Rampe auch sonst auflaufen lassen und uns das Leben schwer gemacht. So hat die Gemeinde keinen einzigen Einkauf bei uns getätigt." In anderen Gemeinden - Schaupensteiner nennt als Beispiele Lassing und Irdning - würde es für Nahversorger Unterstützung geben. "Ich hoffe, dass das auch in Rottenmann der Fall sein wird." Das Geschäft bleibe samt der Einrichtung erhalten und könne nach Klärung der offenen Fragen jederzeit wieder aufgesperrt werden. "Vielleicht sogar noch vor Weihnachten, sonst nach der Gemeinderatswahl im Herbst", hofft Schaupensteiner. Er setze auf jeden Fall auf Gespräche mit der SPÖ.
Die Hoffnungen scheinen nicht unrealistisch, denn Ewald Persch, Spitzenkandidat der Sozialdemokraten in Rottenmann, hat nach eigenen Aussagen weder mit Schaupensteiner als Person noch mit dem Laden ein Problem und versuchte auch im Rampen-Streit zu vermitteln. "Experten halten die bestehende Rampe für nicht zweckmäßig, es muss eine andere Lösung gefunden werden. Ich hoffe, dass auch Schaupensteiner nicht auf stur schaltet und mit sich reden lässt", so Persch. Der Nahversorger sei gut, wenn auch die wirtschaftliche Führung "nicht ganz einfach sein dürfte".







