Schirowdy rammte auf der Hochwurzen Schüler
Serie schwerer Rodelunfälle reißt nicht ab: Auf der Hochwurzen wurden zwei Kinder von einem Schifahrer abgedrängt - sie erlitten Gesichtsverletzungen.
Der Umstand, dass sie Helme getragen haben, dürfte den beiden Hauptschülern aus Oberösterreich noch schwerere Verletzungen erspart haben. Die Kinder unternahmen Donnerstagnachmittag mit ihrer Schule einen Rodelausflug auf die Hochwurzen bei Rohrmoos, eine Nachbargemeinde von Schladming. Ein elfjähriger Schüler aus Wels-Land und sein zwölfjähriger Freund aus dem Bezirk Gmunden waren gemeinsam auf einer Rodel unterwegs.
Unfall. Kurz vor dem Ende der rund sieben Kilometer langen Rodelstrecke passierte der Unfall: Ein Schifahrer drängte die Kinder ab, diese verloren die Herrschaft über die Rodel, stürzten in den angrenzenden Wald und prallten gegen einen Baum. Der Schifahrer hat sich um die Schüler nicht gekümmert, er ist weitergefahren. "Wir wissen aber nicht, ob er den Unfall bemerkt hat, denn eine Berührung erfolgte nach unserem Informationsstand nicht", erklärt ein Beamter der Polizeiinspektion Schladming.
Hilfe. Die begleitende Lehrerin beobachtete den Vorfall, eilte den Kindern zu Hilfe und verständigte die Einsatzkräfte. Beide Schüler erlitten schwere Gesichtsverletzungen, einer zog sich einen Jochbeinbruch, der andere einen Bruch des Unterkiefers zu. Die Kinder wurden im Krankenhaus Schladming erstversorgt und dann auf die Kieferchirurgie des AKH Linz überstellt.
Strecke. Die Strecke, auf der sich der Unfall ereignet hat, ist zwar als Rodelpiste ausgewiesen, wird aber auch von Schifahrern benützt. "Das ist auch nicht verboten", erklärt dazu ein Schladminger Polizist. Teilweise würden sich Schi- und Rodelpiste kreuzen. "Es steht nirgends, dass Schifahrer nicht auf der Rodelstrecke fahren dürften und für gewöhnlich ist das auch kein Problem", so der Beamte. Zeugen des Unfalls werden gebeten, sich bei der Polizei Schladming (Tel.: 059-133-6356) zu melden.







