Luxushotel abgesagt auf Kessleralm abgesagt
Nichts wird es wohl mit einem 350-Betten-Luxushotel mit fünf Sternen auf der Kessleralm. Gemeinderat stimmte gegen Umwidmung.
Sie galt als eine der wichtigsten Richtungsentscheidungen, die der Rohrmooser Gemeinderat seit langem zu treffen hatte - und sie wurde mit entsprechender Spannung erwartet. Am Donnerstag Abend hatte der Gemeinderat von Rohrmoos über eine Änderung des Flächenwidmungsplan zu entscheiden. Eine Entscheidung mit gehöriger wirtschaftlicher Tragweite.
Prominenter Investor. Immerhin geistern seit Monaten Pläne durch die Region auf der Kessleralm (Planai-Mittelstation) ein Hotel der Luxusklasse zu errichten. Mit 150 Zimmern der höchsten Kategorie, rund 350 Betten und einem prominenten Investor. Hinter dem geplanten Luxus-Ressort, das unter dem Namen des Tiroler Schiherstellers Kneissl am Markt auftreten wollte, steht niemand geringerer als Scheich Mohammed Bin Issa Al Jaber, der in Österreich vor allem durch seinen gescheitertes Engagement bei der AUA bekannt wurde.
Projekt vorerst gestorben. Um das Projekt auf der Kessleralm verwirklichen zu können, hätte ein "großes Änderungsverfahren zum Flächenwidmungsplan" durchgeführt werden müssen, das der Gemeinderat mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschließen müsste. Genau das hat der Rohrmooser Gemeinderat aber am Donnerstag nicht getan. Die Abstimmung endete mit sechs zu sechs Stimmen, damit wird es kein Änderungsverfahren geben.
Massiver Eingriff in die Raumordnung. Während sich die VP-Opposition, die für den Antrag gestimmt hatte, sehr enttäuscht zeigte, gibt Bürgermeister Peter Pilz zu bedenken, dass es einen massiven Eingriff in die Raumordnung bedeutet hätte und es zudem massive Widerstände gegen das Projekt aus der Bevölkerung gebe. Pilz: "Man muss sich die Frage stellen, wie viel man opfern kann um einer elitären Schicht überbordende Urlaubsgenüsse zu ermöglichen."








