Skispringen ist schöner als Baggerfahren
In der Ramsau pfeift der Wind beim Finale des Goldi-Cups. Trotz der waagrecht herantreibenden Schneeflocken verbreitet der Lieblingsschwiegersohn einer ganzen Generation gute Laune.

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Für jeden einzelnen Nachwuchsspringer hat Andi Goldberger einen guten Tipp und Lob parat. Bei den Müttern hat der Motivationskünstler dafür einen Stein im Brett.
Henrik Nöstlthaller aus Graz ist einer der jungen Springer, die dem Ruf des Talentesuchers gefolgt sind und es ins Finale der 125 Besten in der Ramsau geschafft haben. Exakt 13 Meter ist der Sechsjährige gesprungen, hat Vater Martin Nöstlthaller-Kropf gesehen. Das ist dem Junior nicht genug. "215 Meter oder mehr" will er zusammenbringen, wenn er später einmal Skispringer ist. Einen bürgerlichen Beruf zu erlernen, daran verschwendet der Volksschüler ohnehin keinen Gedanken: "Wenn das mit dem Skispringen nicht klappt, werde ich halt Skifahrer oder Fußballspieler." Mit den Eltern sind auch die Omis gekommen. Für sie ist völlig klar, warum Henrik so gut springt: "Wir sind beide aus der Obersteiermark."
Lukas Gappmaier aus dem benachbarten Filzmoos haben die Eltern sogar eigene Österreich-Fahnen kreiert: "Go, Lukas, Go!", prangt es dort in großen Lettern. Reicht es für das Profi-Skispringen nicht, hat Lukas wenigstens eine Alternative: "Dann werde ich eben Baggerfahrer."
Als das Schneetreiben zu Beginn des dritten Durchganges immer dichter wird, haben es die Geschwister Sophie und Mathias Kollmann aus Aich-Assach im Ennstal eilig, zum Anlauf zu kommen. Sophie springt zwar gerne mit, in Wirklichkeit möchte sie aber später einmal "Balletttänzerin oder Schauspielerin" werden. Mathias sieht die Sache anders, seine Augen strahlen, wenn er vom Springen erzählt.
Prämiert wurden gestern von der Jury mit Felix Gottwald und Karl Schnabl die besten 20 Jungadler. Innerliche Sieger waren aber alle und mit ihnen der österreichische Sprungsport.








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