Den Sieg vor Augen traf Gottwald der "Hammer"
Er griff von Platz 19 aus an, er riskierte alles, er führte bis 300 Meter vor dem Ziel. Dann kam aber der "Hammer" und Felix Gottwald wurde in Ramsau "nur" Fünfter.

Foto © APAFelix Gottwald konnte knapp vor dem Finish nicht mehr
Am zweiten Weltcup-Tag in der Nordischen Kombination in der Ramsau lag die ganz große Sensation in der Luft. Felix Gottwald, der am Vortag mit Rang zwei für eine Riesensensation gesorgt hatte, griff diesmal sogar nach dem Sieg! Und das, obwohl der Wahl-Ramsauer nur von Rang 19 aus und mit 40 Sekunden Rückstand auf Leader Tino Edelmann (GER) ins 10-Kilometer-Langlauf-Rennen gestartet war.
Nach nur zwei Kilometern hatte Gottwald zur Spitzengruppe aufgeschlossen, zwei Kilometer vor dem Ziel setzte er sich von dieser ab. Und bis 300 m vor dem Ziel schien es, als könnte der Salzburger den Sieg nach Hause bringen. "Doch dann traf mich der Hammer. Ich war stehend k. o., und habe nur noch versucht, mich irgendwie ins Ziel zu schleppen", lag Gottwald im Ziel minutenlang und völlig ausgepumpt im Schnee.
Keine Vorwürfe
Kam der Angriff zu früh? "Hätte ich es nicht probiert, hätte ich mir vielleicht Vorwürfe gemacht", schnaufte Gottwald, der hinter Ramsau-Doppelsieger Jason Lamy Chappuis (FRA), Tino Edelmann (GER/+2,1 Sekunden), Alessandro Pittin (ITA/+3,7) und Johnny Spillane (USA/+4,2) als Fünfter mit 8,3 Sekunden Rückstand ins Ziel "gekrochen" war.
Aber auch am Sonntag beim Ramsau-Finale (Springen ab 12.45 Uhr, 10 km Langlauf 15.45 Uhr) will Gottwald noch einmal aufzeigen. "Ich muss nur die Milchsäure aus meinen Beinen herausbekommen."
Eine ganz starke Vorstellung lieferte Mario Stecher - im Langlauf. Der Eisenerzer ging nur als 32. in die Entscheidung. Doch Stecher machte Platz um Platz gut und strahlte im Ziel über Rang sieben. "Ich habe mich im Langlauf um 25 Plätze verbessert - das ist ein Rekord für mich", analysierte der Wahl-Tiroler.
Eine echte Überraschung gab es auch durch Lukas Klapfer (10.). "Mit einem Top-10-Ergebnis klopft man schon an die Olympia-Tür", freute sich der junge Steirer. Mannschaftlich gesehen (5., 7., 10., 12.) waren die Österreicher am Samstag sogar die Nummer eins.








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