Die Miststreuer sind startklar
Die Ramsau könnte jetzt einen dritten Weltcup-Bewerb in der Nordischen Kombination erhalten. Ab Montag heißt es unterm Dachstein "Schanze frei", für die Loipe stehen die Miststreuer parat.

Foto © GEPAMario Stecher
Am 19. und 20. Dezember gastiert der Kombinierer-Weltcup wieder in der Ramsau. Es ist aber gut möglich, dass unterm Dachstein am Freitag, dem 18. Dezember, ein dritter Weltcup-Bewerb in Szene gehen wird. Grund: Die Bewerbe am kommenden Wochenende in Harrachov mussten abgesagt werden. Milde Temperaturen machen es derzeit unmöglich, die Schanzen und Pisten mit Kunstschnee zu präparieren. Ein Wetterumschwung könnte aber dafür sorgen, dass am Mittwoch dem 16. Dezember ein Kombinationsbewerb in Harrachov zur Austragung gelangt. Das muss aber bis spätestens übermorgen, Mittwoch, entschieden werden. Können die Tschechen auch den Ersatztermin nicht in Anspruch nehmen, sollte die Ampel für den dritten Weltcup-Bewerb in der Ramsau auf grün springen.
"Die 200 Mitarbeiter in der Ramsau sind für einen dritten Wettkampftag gerüstet", lässt WSV-Boss Wolfgang Mitter wissen. "Was die Mehrkosten betrifft - Aufenthaltskosten für die Athleten und Betreuer, sowie Preisgeld - müsste der Österreichische Schiverband aber seine Zustimmung geben", erklärt Mitter, "wir als durchführender Verein erhalten für die beiden Weltcup-Veranstaltungen ja einen Fixbetrag", so der Ramsau-Chef.
Könnte das milde Wetter auch den Ramsauern noch einen Strich durch die Rechnung machen? "Ab Montag heißt es bei uns 'Schanze frei'. Die Präparation ist abgeschlossen. Da passiert nichts mehr", versichert Mitter.
Vorhersage macht "happy"
Und die Loipen? "Im Stadion liegt ein riesiger Berg Kunstschnee. Da sollte sich eine 1,5 km lange Schleife auf alle Fälle ausgehen. Aber die Wettervorhersage macht uns happy. Schon für morgen ist Naturschnee angesagt", fährt Mitter fort. "Den Kunstschnee wollen wir noch nicht auftragen, ein großer Berg schmilzt nicht so schnell. Aber unserer Miststreuer sind jederzeit einsatzbereit", sagt Mitter. Den Schnee mit Miststreuern zu verteilen, das ist ja eine Ramsauer "Erfindung". Die hat sich seit 11 Jahren bestens bewährt.









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