Karas: "In der Krise braucht's mehr Verantwortung"
Der EU-Abgeordnete Othmar Karas war Gast beim "Ennstaler Kreis".

Foto © ScheriauKaras beim "Ennstaler Kreis" in der Ramsau
Erstaunlich kampfesfreudig zeigte sich am Sonntag vor dem "Ennstaler Kreis" der EU-Abgeordnete Othmar Karas. Mit Hinweis auf seine 112.000 ÖVP-Vorzugsstimmen bei der letzten EU-Wahl versicherte er, dass er diesen Vorzugsstimmen in der österreichischen Innenpolitik eine neue Qualität geben wolle: "Ich lasse mir diese Stimmen nicht auf eine Funktion reduzieren und ich lasse sie mir auch nicht abkaufen."
Karas sprach über die Wirtschafts- und Finanzkrise als Chance für die EU: "Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir brauchen mehr geistige Auseinandersetzung, mehr Zukunftsverantwortung, mehr Offenheit - und Taten."
Der Redner betonte, dass durch den Lissabon-Vertrag der freie Markt nun nicht mehr als Ziel der Gemeinschaft definiert werde, Ziel sei "eine nachhaltige soziale Marktwirtschaft".
Styria-Vorstandsvorsitzender Horst Pirker hatte am Vortag in einem Referat über die Zukunft der Medien auf die christlichen Wurzeln seines Unternehmens hingewiesen und es als ein Ziel formuliert, "sorgfältiger als andere mit der Würde des Menschen umzugehen".
Pirker legte auch ein Bekenntnis zur Zeitung ab: "Wir kämpfen um die Zeitung auf Papier, aber wir wissen nicht, ob wir siegreich sind." Die Krise treffe auch Unternehmen wie die Styria durch den Rückgang der Anzeigen hart. Das Werten und Ausleuchten von Hintergründen durch professionelle Journalisten sei zwar auch in Zukunft gefragt: "Aber es wird derzeit auf der ganzen Welt diskutiert, wie anspruchsvolle Berichterstattung in Hinkunft finanziert werden soll."








Derzeit gibt es hier keine Fotos zu diesem Thema.
