Schrempf geht jetzt bewaffnet in die Loipe
Die 22-jährige Romana Schrempf "verwandelt" sich gerade von einer Langläuferin zu einer Biathletin.

Foto © GEPARomana Schrempf: "Beim Schießen fange ich bei null an"
Bis vor kurzem war Romana Schrempf noch "rückenfrei" in der Langlauf-Spur unterwegs. In der neuen Saison wird die Ramsauerin jetzt Ballast auf dem Rücken transportieren: Schrempf wechselt nämlich vom Langlauf zum Biathlon.
Die entscheidende Änderung dabei ist der "Umweg" über den Schießstand. "Für mich ist das komplett neu, beim Schießen fange ich bei null an", erzählt die 22-Jährige. "Ich muss jetzt doppelt aufpassen, weil ich beim Schießen einiges aufzuholen habe, aber gleichzeitig beim Langlaufen nicht nachlassen darf. Das ist schon brutal." Trainiert wird im Zuge eines eigens dafür eingerichteten ÖSV-Projekts sowie bei ihrem Heimatverein WSV Ramsau.
Warum überhaupt der Wechsel vom B-Kader der Langläuferinnen zum Biathlon? "Einige aus dem B-Kader haben aufgehört, andere sind auf Biathlon umgestiegen. Ich wäre als Einzige übrig geblieben", begründet die Zoll-Bedienstete den Wechsel. Seit Ende Juni trainiert sie fünf Tage die Woche mit dem Gewehr, Probleme bereitet vor allem die Atmung am Schießstand: "Am schwierigsten ist, dass man beim Schießen im Rhythmus bleibt und die Atmung kontrolliert", weiß Schrempf.
Erste Wettkampf-Erfahrungen sammelte sie bei den österreichischen Sommer-Meisterschaften auf Schirollern in Hochfilzen: Schrempf hatte von den drei gestarteten Damen die beste Laufzeit, erwartungsgemäß auch die meisten Fehlschüsse und holte Bronze: "Läuferisch war ich zufrieden. Dass es beim Schießen noch Probleme geben wird, habe ich gewusst", resümiert die Biathletin, die rund zwei Jahre Training bis zu einer konstanten Schussleistung einrechnet. Die ersten Bewerbe stehen je nach Schneelage zwischen Ende November und Anfang Dezember auf dem Programm.









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