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Zuletzt aktualisiert: 21.04.2009 um 23:00 UhrKommentare

Die Weltmeister gehen jetzt getrennte Wege

Mit dem Weltcup-Gesamtsieg sind Hans-Peter Steiner und Horst Simonlehner auch Weltmeister. Jetzt ist aber Schluss.

Die beiden Ramsuaer Hans-Peter Steiner und Horst Simonlehner holten sich den Weltmeistertitel

Foto © kkDie beiden Ramsuaer Hans-Peter Steiner und Horst Simonlehner holten sich den Weltmeistertitel

Exakt zehn Jahre nach dem Weltmeistertitel im Formations-Schifahren in Vail (USA) stehen Hans-Peter Steiner und Horst Simonlehner erneut ganz oben. Mit dem Sieg in Bispingen (GER) krönten sich die beiden Ramsauer zum Synchro-Schi-Weltmeister. Und das auf eindrucksvolle Art und Weise: In fünf Saisonrennen stand man immer am Podest und konnte zwei Siege einfahren. Steiner stellt den aktuellen WM-Titel über jenen von 1999: "Damals hatten wir nur eine Fahrt und waren zu sechst in der Mannschaft. Heuer haben Horst und ich über die ganze Saison hinweg konstante Leistungen gezeigt, daher ist dieser Titel sicher schöner."

Zu viel Aufwand. Und wenn es am schönsten ist, soll man bekanntlich aufhören: "In dieser Formation werden wir nächstes Jahr nicht mehr starten", erzählt Steiner und liefert eine passende Erklärung für das überraschende Ende des Weltmeister-Teams: "Wir sehen den Titel als optimalen Karriereausklang. So eine Saison nimmt extrem viel Zeit in Anspruch, der Aufwand für Training und Wettkämpfe ist enorm." Das Alter - Steiner ist 39, Simonlehner ein Jahr älter - sei jedenfalls kein Hindernis: "Beim Synchro-Schi spielen Erfahrung und Einschätzungsvermögen eine große Rolle, da hat man gegenüber den Jungen sogar einen Vorteil. Auf der anderen Seite fehlt es natürlich mit der Zeit an Spritzigkeit, bei uns zum Glück noch nicht", schmunzelt Steiner. Ob der Abschied vom Synchro-Schi endgültig ist? "Ich lass' das einfach auf mich zukommen, man wird sehen ob sich etwas ergibt", lässt Steiner zumindest die Hintertür offen.

Sportlich wird der Ramsauer aber keinesfalls kürzer treten: "Ich werde im Sommer viel Berg gehen und laufen", erzählt Steiner. Sein Ziel in naher Zukunft: Skandinaviens größter Langlaufbewerb, der 90 Kilometer lange Wasalauf. "Eine Zeit unter sechs Stunden, das wäre schon was."

MARTIN KOHLBACHER

Weltcup

Endstand der Gesamtwertung:

1. Steiner/Simonlehner (AUT), 2. Riesen/ Riesen (SUI), 3. Kogler/Haslsberger (AUT), 4. Perner/Bachler (AUT), 5. Auer/Mahlknecht (AUT), 6. Brezina/Neuner (CZE/AUT), 7. Pellikan/Dullnig (AUT), 8. Bachler/Petersmann (AUT), 9. Bazzell/Bazzell (SUI), 10. Schöpf/Falkner (AUT)

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