Schlossmauer in Trautenfels droht Einsturz
Aus der 30 Meter hohen Mauer sind große Stücke abgeplatzt. Die Zufahrtsstraße zum Schloss Trautenfels musste komplett gesperrt werden.

Foto © Gepa
Dass rund ums Schloss Trautenfels in diesen Tagen Hochbetrieb herrscht, hat ausnahmsweise nichts mit einer erfolgreichen Ausstellung zu tun. Die Ursachen für das rege Treiben sind leider um einiges dramatischer - und wohl auch wesentlich kostspieliger.
Ausflugstipp
Zufahrsstraße gesperrt.
Weil aus der 30 Meter hohen Basteimauer, die das Schloss Trautenfels umgibt, in den vergangenen Tagen große Stücke abgebrochen sind, musste die Zufahrtsstraße zum Schloss aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden. Der erste Brocken sei am Montag vor zehn Tagen aus der Mauer gebrochen, berichtete Thomas Goldberger vom Landesmuseum Joanneum. Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits vor zehn Jahren gegeben, damals war die Mauer oberflächlich ausgebessert worden. Als man am vergangen Montag daran gehen wollte, die rund 200 Jahre alte, 30 Meter hohe und etwa 80 Zentimeter dicke Basteimauer zu renovieren, sei wieder ein etwa gleich großes Stück aus der Natursteinmauer gefallen. Daraufhin habe man die Zufahrtsstraße gesperrt.
Situation ist dramatisch.
Für das Schloss Trautenfels selbst bestehe, versichert Goldberger, keine Einsturzgefahr: "Das Schloss steht auf einem Felsstock, der am Grund des Ennstales liegt. Rundherum wurde jedoch damals mit Füllmaterial ein Plateau geschaffen und dieses Material drückt eben gegen die umgebende Mauer." Und im Hinblick auf die Basteimauer sei die Situation sehr wohl dramatisch. Der 200 Jahre alten und 30 Meter hohen Mauer drohe definitiv der Einsturz, erklärt Goldberger und im Moment könne man eigentlich gar nichts dagegen tun. Derzeit sind Geologen und Statiker aus Graz dabei, mit 20 bis 30 Horizontalbohrungen zu untersuchen, wie das Füllmaterial hinter der Mauer beschaffen ist. Diese Bohrlöcher sollen später dazu verwendet werden, Stützanker zu setzen um die einsturzgefährdete Mauer zu sichern.
Betroffene.
Von der Sperre der Zufahrtsstraße sind auch der Lehrbauernhof der Fachschule Raumberg und zwei Einfamilienhäuser betroffen. Um die Zufahrt so schnell es geht wieder zu ermöglichen, wird derzeit von Gemeinde und Baubezirksleitung Liezen mit Hochdruck am Bau einer Notstraße gearbeitet. Überhaupt lobt Goldberger die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit den verschiedenen Institutionen: "Die Gemeinde, die Wildbach- und Lawinenverbauung und die Baubezirksleitung Liezen haben uns wirklich perfekt unterstützt."








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