Behörde geht jeder einzelnen Anzeige genau nach
Bürgerinitiative will im Salzkammergut jeden einzelnen Mautflüchtling anzeigen. Bei der Behörde ist man für die Fälle gerüstet. Hinter vorgehaltener Hand gibt es aber auch Kritik.

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Allein die Ankündigung dürfte Wirkung zeigen: "Wir kontrollieren ab sofort das 3,5-Tonnagelimit im Salzkammergut ganz genau und zeigen jeden bei der Polizei an, der sich nicht daran hält", erklärte Silvester Leitner kürzlich. Der Obmann der Bürgerinitiative "Lebensraum Salzkammergut" plant eine Aktion scharf, weil "immer noch viel zu viele Lkw der Maut ausweichen und trotz des Verbotes auf den Bundesstraßen unterwegs sind." Seit einem halben Jahr ist die Verordnung in Kraft, in Richtung Steiermark betrifft es die B 145. "Über die Sommermonate sind im Bereich des Limits 1700 Fahrzeuge unterwegs gewesen, obwohl sie nicht ins Ziel- und Quellgebiet gehörten", so Leitner. Eruiert hat er das mit vielen Helfern anhand genauer Zeitnehmungen, wann die Lkw in den Limitbereich ein- und wieder ausgefahren sind. Auch in Trautenfels hat man sich dabei postiert. "Erst kürzlich haben wir einen italienischen Konvoi mit gleich fünf Lkw entdeckt. Der Frächter erspart sich allein bei dieser Fahrt 600 Euro Mautgeld." Künftig werden solche Übertritte sofort bei der Polizei angezeigt.
Dort verweist man auf die Verwaltung. "Wir geben das nur an die Behörde weiter, die ein Ermittlungsverfahren in die Wege leitet", so Bezirkspolizeikommandant Herbert Brandstätter. Auf der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, in deren Einzugsbereich die Tonnagelimits liegen, bestätigt man das. "Wir gehen jeder einzelnen Anzeige genau nach", so Bezirkshauptmann Alois Lanz. Die Betroffenen können Stellung nehmen - wurde das Tonnagelimit tatsächlich nicht eingehalten drohen 760 Euro Strafe. "Natürlich kontrolliert auch die Polizei auf der Strecke. Wenn dort jemand erwischt wird, kostet das derzeit 200 Euro an Ort und Stelle", so Lanz.
Kritik an der Methode
An manchen Methoden der Bürgerinitiative gibt es allerdings auch Kritik - wenngleich hinter vorgehaltener Hand. Zur Verkehrsbeobachtung würden teilweise auch Kinder eingesetzt, einmal sei überhaupt eine Schulklasse bei der Kreuzung Trautenfels aufmarschiert. Andere meinen: Solche Kontrollen müssen der Polizei vorbehalten sein.







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