Einst der Höchste, nun der Grimmigste
Alpenfahrt: Mit der Sonderausstellung "Der grimmige Berg" wagt man sich auf Schloss Trautenfels an einen geheimnisvollen Riesen heran. Der Grimming wird auch 2012 Mittelpunkt sein.

Foto © Ernst ReichenfelserGrimmig: Ein Raum der Ausstellung im Schloss
Ich sehe ihn eigentlich jeden Tag von meinem Bürofenster aus und trotzdem finde ich ihn noch immer so faszinierend", sagt Katharina Krenn. Damit meint die Kuratorin von Schloss Trautenfels im Bezirk Liezen den einst als höchsten Berg der Steiermark geltenden Grimming und das Thema der heurigen Sonderausstellung. "Der grimmige Berg. Mons Styriae altissimus" heißt die heurige Schau, die sich mit dem wohl eindrucksvollsten Berg im Ennstal beschäftigt.
Im Jubiläumsjahr des Universalmuseums Joanneum - dazu gehört auch die Zweigstelle im Schloss Trautenfels - werden alle Abteilungen verlinkt und bilden ein großes Ganzes. "Wir standen in diesem Rahmen im Monat März im Mittelpunkt des Joanneums", erklärt Krenn.
Dass der Grimming 2011 in Trautenfels eine große Rolle spielt, freut Krenn besonders. "Wir hatten das Thema bereits im Jahr 2006 vorgeschlagen. Dass es im Jubiläumsjahr umgesetzt wurde, ist natürlich noch besser", so Krenn. Die Sonderausstellung beinhaltet eine Fülle an Informationen und Exponaten. Dazu gehören unter anderem drei Skelette aus einem Gräberfeld, eine Gürtelgarnitur und die Skulptur des "Heiligen Martin", auf die Katharina Krenn besonders stolz ist. "Die Skulptur von Georg Remele stammt aus dem 17. Jahrhundert und war eine Altarfigur in einer hiesigen Pfarrkirche, die zum Benediktinerstift Admont gehörte. 1937 wurde sie nach Graz verkauft, wo sie in der Kirche des Heiligen Martin stand. Bis vor drei Wochen befand sie sich als Leihgabe in Admont, nun ist sie bei uns", so Krenn. Neben historischen Ausstellungsstücken wird auch auf dem Gebiet der modernen Technik einiges geboten.
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Krenn: "Wir haben einen 3-D-Film, der einen Überflug über den Grimming zeigt. Angefertigt wurde er von Joanneum Research." Dabei tauchen die Besucher in eine dreidimensionale Welt rund um den Berg ein. Dazu kommen drei Monitore, auf denen Bilder zu sehen sind, die Privatpersonen per Internet auf den Blog www.meingrimming.at hochladen. "Ich wünsche mir, dass jeder, der Fotos oder Texte vom Grimming hat, sie auf den Blog lädt. Das wäre nämlich ein toller Beitrag für unsere Sammlung", hofft Krenn. Die Ausstellung "Der grimmige Berg" ist bis 31. Oktober zu sehen. Keine Angst: 2012 geht es mit derselben Sonderausstellung weiter. Mehr dazu gibt es rechts in der Infobox.
Features
SCHLOSS TRAUTENFELS
Sonderausstellung: "Der grimmige Berg. Mons Styriae altissimus" ist bis 31. Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.Auch im Jahr 2012 geht es mit der Ausstellung weiter. Gestaltung: Die Ausstellung wurde von der Firma "Die Organisation" unter der Leitung von Werner Schrempf gestaltet. Schrempf ist auch für "La Strada" zuständig.
Objekte: Zu sehen sind Ansichten des Grimmings (auch zahlreiche aus Privatbesitz), Postkarten, eine Gürtelgarnitur aus Hohenberg, Bilder, eine Bilderuhr, die Skulptur des "heiligen Martin", uvm.
Informationen gibt es auf www.museum-joanneum.at/ de/trautenfels.









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