Drei Millionen Euro für Basteimauer
Bescherung auf Schloss Trautenfels: Kurz vor Weihnachten wurde die Sanierung der Basteimauer fertig. Angewandt wurde ein patentiertes Spezialverfahren, um den Bestand zu sichern.
Die Augen von Bürgermeisterin Barbara Krenn und ihrer Namenskollegin Katharina, der Leiterin des Museums Schloss Trautenfels, leuchteten gestern wie bei der Weihnachts-Bescherung: Endlich ist die Sanierung der Basteimauer abgeschlossen. Nach etwa acht Monaten Bauzeit ist der Bestand, der in den 1630er-Jahren errichtet wurde, komplett runderneuert. Zum Einsatz kam dabei ein patentiertes Spezialverfahren, bei dem das Erdreich hinter den Schlossmauern ausgespült und mit Beton und Verankerungssystemen ersetzt wird.
"Das Problem ist, dass ein Laie gar nicht sieht, was hier alles gemacht wurde", erklärt Wolfgang Muchitsch, Direktor des Universalmuseums Joanneum, zu dem auch Trautenfels gehört. Das liegt in der Natur der Sache. Die optische Erhaltung des Bestandes war Grundvoraussetzung bei der Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerkes. Dennoch sticht etwas ins Auge: Der Baumbestand im Schlosshof ist weg. "Nach reiflicher Überlegung haben wir uns entschlossen, die Bäume zu entfernen", so die Museumsleitung. Sie waren Teil des Problems. "Das Wasser konnte in die Mauerhohlräume eindringen, die die Wurzeln geschaffen haben." Jetzt hat man Bäume und Mauerbewuchs komplett beseitigt und den gesamten Schlosshof mit einer Feuchtigkeitsisolierung versehen. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Damit wurde die gesamte Mauer saniert, die mit rund 2700 Quadratmetern etwa halb so groß wie ein Fußballfeld ist.
Grimming-Schwerpunkt
Während der Bauzeit haben übrigens 20.000 Besucher die Ausstellungen besichtigt. "Das hat trotz der Arbeiten gut funktioniert", so Katharina Krenn. Derzeit befindet sich das Museum in der Winterpause, hinter den Kulissen wird jedoch mit Hochdruck für den nächsten Schwerpunkt gearbeitet. Mit Frühlingsbeginn 2011 dreht sich in Trautenfels alles um den Grimming. "Wir tragen gerade diverse Informationen zusammen und sind überzeugt, dass wir damit ein Thema gewählt haben, das viele Menschen in der Region interessiert."







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