Scheideweg Trautenfels: Bürgerinitiative will Mitspracherecht
Bürgerinitiative und Touristiker im Salzkammergut fühlen sich vom Verkehr massiv beeinträchtigt, Tourismus-Vertreter im Ennstal hingegen fordern eine leistungsfähigere Straße.

Foto © APA/Suejt
Die Bürgerinitiative "Lebensraum Salzkammergut" hat diese Woche neben dem 3,5-Tonnage-Limit auf der B 145 ein weiteres Ziel formuliert. "Wir wollen Mitspracherecht in einem Arbeitskreis, wenn es um den Kreisverkehr geht", so Silvester Leitner, Sprecher der Initiative. Er führt den Tourismus als Argument gegen eine große Lösung ins Treffen. "Im Grunde ist das der Startschuss für eine Autobahn oder vierspurige Lösung. Damit wird mehr Verkehr angezogen und das können wir im Salzkammergut als eines der Top-Tourismusgebiete überhaupt nicht brauchen." Leitner erwägt Sammel- und Amtshaftungsklagen von Tourismusbetrieben, wenn die Politik der Forderung nicht nachkommt.
"Feldweg B 320"
Das Obere Ennstal kann sich mit Fug und Recht auch als Top-Tourismusregion bezeichnen. Dort greift man sich ob dieser Argumentation aufs Hirn. "Von uns gibt es ein uneingeschränktes Ja zu der großen Kreisverkehrs-Lösung in Trautenfels", erklärt etwa Ernst Trummer, Geschäftsführer der Planaibahnen. "Wir haben an starken Tagen bis zu 25.000 Gäste in der Vier-Berge-Schischaukel. Darunter sehr viele Tagesgäste, die können auf dem Feldweg namens B 320 im jetzigen Zustand überhaupt nicht optimal anreisen", unterstreicht er seine Forderung nach einer leistungsfähigen Straße durchs Ennstal.
"Für den Gast ist es entscheidend, das beste Produkt so rasch wie möglich zu erreichen. Nicht zuletzt im Hinblick auf die Weltmeisterschaft 2013 ist im Sinne der Nachhaltigkeit der Kreisverkehr ein ganz wichtiger Baustein, damit der Verkehr schneller abfließen kann."







Derzeit gibt es hier keine Fotos zu diesem Thema.
