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    Zuletzt aktualisiert: 27.03.2012 um 20:30 UhrKommentare

    "Wir wurden bewundert, jetzt belächelt man uns"

    Bei einer Pressekonferenz mit Landesrat Christian Buchmann rücken ÖVP-Politiker das "Bild der Ausseer" zurecht. In der Causa der Bezirksgerichte plädieren Altaussee und Grundlsee nun für den Standort Irdning.

    "Wenn wir schon für ein Gericht kämpfen, dann für das Irdninger", meint der Grundlseer Bürgermeister Brandstätter

    Foto © Huemer"Wenn wir schon für ein Gericht kämpfen, dann für das Irdninger", meint der Grundlseer Bürgermeister Brandstätter

    Landesrat Christian Buchmann war gestern in Bad Aussee. Er war auch schon im Fasching beim Gewerbeball in der Region und ist damit unter den steirischen Regierern eher die Ausnahme. Nicht alle zieht es in die Region der Widerständigen. Genau dieser Zugang war gestern auch Thema bei der Pressekonferenz. "Anfangs wurden wir bei unserem Kampf um das Spital bewundert, dann haben sich viele verwundert und mittlerweile belächelt man uns", ist Bundesrat Günther Köberl überzeugt. Als Grund führt er den Kampf um das BA-Taferl, den Ausschluss von Voves bei den Trommelweibern oder die Diskussion um das Bezirksgericht in Bad Ischl ins Treffen. "Das versteht man außerhalb nicht und auch viele Politiker bei uns sehen das nicht so", meint Köberl, der manche Vorstöße als Einzelaktion des Ausseer Bürgermeisters Otto Marl (SPÖ) brandmarkt. Er wird im Mai 2013 von ÖVP-Vize Franz Frosch abgelöst. "Es hat den Anschein, als ob vorher noch einmal Politik der verbrannten Erde gemacht werden soll."

    "Kämpfen für Irdning"

    In der Tat können sich etwa mit dem Vorschlag eines gemeinsamen Salzkammergut-Bezirksgerichtes in Bad Ischl nicht alle anfreunden. "Aus meiner Sicht ist das der falsche Ansatz", meinte Frosch gestern und auch der Altausseer Bürgermeister pflichtet ihm bei. "Wenn wir für Ischl kämpfen, sind wir gleichzeitig der Sargnagel für Irdning. Dabei wäre das der beste Standort für den gesamten Bezirk", meint etwa Herbert Pichler.

    Selbst Grundlsees Bürgermeister Herbert Brandstätter, ein Parteikollege von Marl, kann mit Bad Ischl wenig anfangen und sagt das auch ganz offen. "Ich bin für jeden Kampf zu haben, wenn es um Irdning geht. Aber bitte nicht nach Oberösterreich. Wenn wir schon einen Wackel-Standort stützen, dann Irdning."

    Buchmann, der gestern zu diversen Themen Stellung nahm, sprach sich unter anderem für eine Stärkung der ländlichen Regionen aus. "Ich suche in meinem Bereich als Wirtschafts- und Kulturlandesrat Einrichtungen, die man weg von den Zentralräumen in ländliche Gemeinden hinausverlagern kann", versprach er und bat um Vorschläge.

    Für Altaussees Bürgermeister Pichler wäre dies eben beim Bezirksgericht der Fall. "Auch Liezen ist ein Zentralraum, der sehr gut ohne Gericht auskommt. Eine ländliche Gemeinde wie Irdning würde dadurch jedoch gestärkt."

    CHRISTIAN HUEMER

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