Linz-Prozess: "Wir haben noch genügend Platz"
Morgen startet in Leoben der Prozess gegen Hans Linz. Bis 1. April stehen Zeugeneinvernahmen an, für Gerichtskiebitze gibt es noch freie Plätze.

Foto © GEPAHans Linz
Morgen um 9 Uhr wird im großen Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes Leoben der Strafprozess gegen Hans Linz eröffnet. "Wir haben uns erkundigt, wie viele Leute kommen werden, bisher haben sich nur rund 25 Geschädigte angemeldet. Damit haben wir noch genügend Platz für interessierte Zuhörer", erklärt Christian Haider, Sprecher des Landesgerichtes. Rund 80 Plätze stehen in dem Saal zur Verfügung.
Auch der Fahrplan für die ersten acht der 13 Prozesstage steht bereits fest: "Gleich morgen Mittwoch wird es natürlich die Einvernahme des Beschuldigten geben, für die nächsten Tage sind dann die Zeugen an der Reihe. Die Ladungen sind bereits draußen", so Haider.
Erwartet werden unter anderem Auer Welsbach, der frühere AvW-Verkaufsdirektor Harald Lintschnig sowie mehrere ehemalige Mitarbeiter von Hans Linz. Offen ist, wie sich Linz verteidigt. Sein Anwalt Hannes Pichler von der Kanzlei Buchmüller wollte gestern dazu keinen Kommentar abgeben.
Keine Privatbeteiligung
Eine Novelle in der Strafprozessordnung verhindert übrigens, dass sich die vermeintlich geschädigten Anleger als Privatbeteiligte in dem Prozess anschließen. "Das ist nicht möglich, weil sich Hans Linz mit seinen Gesellschaften und als Privatperson im Konkurs befindet. Dadurch kann es im Strafprozess keine Zusprüche geben", so Haider. Die Ansprüche seien im Konkursverfahren zu klären. Für den Strafprozess verweist er auf die Opferrechte. "In diesem Zusammenhang kann der Angeklagte natürlich von den Anwälten befragt werden, vom Ablauf her macht das im Grunde kaum einen Unterschied."
Bei den Anwälten geht die Auffassung darüber auseinander. In der Kanzlei Hämmerle sieht man das als Nachteil im Verfahren an. Anleger-Anwalt Michael Bauer sieht darin kein Problem.









Derzeit gibt es hier keine Fotos zu diesem Thema.
