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Zuletzt aktualisiert: 27.05.2011 um 20:30 UhrKommentare

Mehr Enns für die Natur und die Menschen

An der Salzamündung in Sankt Martin gab's gestern den Spatenstich für ein "Life+"-Projekt an der Enns. 2,9 Millionen Euro werden verbaut.

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Es war eine illustre Gesellschaft, die sich gestern Vormittag an der Enns im Bereich der Salzamündung in Sankt Martin zusammenfand, um ein ganz besonderes Projekt aus der Taufe zu heben - wobei Taufe angesichts des heftigen Regens durchaus wörtlich zu nehmen war.

Der Auftakt zu den Feierlichkeiten war leider ein sehr trauriger: Peter Partl, der mit seiner Umweltconsultingfirma Freiland ganz wesentlich am Projekt Enns mitgearbeitet hatte, ist vor wenigen Tagen im Alter von 45 Jahren völlig unerwartet gestorben. Ihm wurde in einer Trauerminute gedacht.

Durchaus Erfreuliches gab es in der Sache selbst zu berichten. In acht Einzelmaßnahmen, aufgeteilt auf zwei Schwerpunktgebiete (Öblarn und Admont) soll die Enns bis zum Jahr 2015 in vielen Bereichen ein neues, altes Gesicht bekommen. "Wir wollen der Enns etwas zurückgeben", bringt Manfred Marko von der Ennsbauleitung Liezen die Philosophie auf den Punkt, die hinter den einzelnen Projekten steht. Und Gerhard Taschler, Chef der Baubezirksleitung Liezen präzisiert: "Neben den ökologischen Zielsetzungen und dem Hochwasserschutz geht es vor allem auch darum, die Flusslandschaft der Enns für die Menschen wieder erlebbarer zu machen."

2,9 Millionen für die Enns

Knapp 2,9 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren an der Enns verbaut werden, im Rahmen des "Life+"-Projektes trägt die EU die Hälfte der Kosten. 810.000 Euro werden vom Lebensministerium zugeschossen und auch das Land Steiermark beteiligt sich wesentlich an den Kosten. Im Bereich der Salzamündung in die Enns, wo Landesrat Hans Seitinger gestern per Bagger den Spatenstich durchführte, wird die Enns aufgeweitet und die Mündung der Salza auf einer großen Fläche restrukturiert um Rückzugsraum für Tiere und Erholungsraum für Menschen zu schaffen.

Umgesetzt werden soll das Vorhaben so naturnah wie möglich. Manfred Marko: "Wir kaufen keine Steine zu, nehmen nur das, was ohnehin da ist. Für das was sonst noch an Befestigungen notwendig ist, verwenden wir heimisches Holz."

CHRISTIAN NERAT

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