Wo stecken die steirischen Abfahrer?
Die Lücke hinter Hans Knauß und Klaus Kröll wird bald gefüllt, glaubt Willi Zechner, steirischer Alpinchef.

Foto © GEPAKlaus Kröll
Mit Rang 16 in Garmisch beendete Klaus Kröll den Winter der Abfahrer. In der Disziplinenwertung landete der Öblarner auf Rang zwölf. Die weiteren Steirer? Fehlanzeige. Wo stecken die legitimen Erben von Kröll, Knauß, Wirnsberger und Höflehner?
"In den vergangenen Jahren hatten wir in der Tat Probleme", gesteht Willi Zechner, steirischer Alpinchef und ehemaliger Weltcup-Abfahrer. Hauptübel: die Forderung des ÖSV, mindestens vier von fünf bzw. drei von vier Disziplinen zu bestreiten. "Wir haben damit sehr viel Mittelmaß gezüchtet", weiß Zechner. Er fordert die Rückkehr zum Spezialistentum, will wieder "den klassischen Slalomfahrer, wie einen Reinfried Herbst, und den klassischen Abfahrer" sehen. "In den letzten Jahren war ,Speedfahrer' ja fast eine Beleidigung."
Neue Hoffnung
Eine steirische Abfahrtsmeisterschaft gibt es längst nicht mehr (für die Titel wird die Wertung der österreichischen Jugendmeisterschaft herangezogen), Sorgen macht sich Zechner aber nicht. "Die Steiermark ist die Speednation Nummer eins." Viele schnelle Burschen drängen nach oben, allen voran Mario Karelly (17) aus Leoben. "Er beherrscht die Qualiläufe für die ÖSV-Kader fast nach Belieben", sagt Zechner. Daneben setzt der Ennstaler Hoffnungen auf Daniel Danklmaier (16), Philipp Lintschinger (16), Raphael Galler (18), Christian Schloffer (19), Benjamin Pölzgutter (19) und den Kröll-Neffen Johannes Kröll (18).
Eines ist Zechner aber klar: "Bei der Masse an Talenten können wir mit Tirol nicht mithalten. In Jahrgängen, wo wir einen Guten haben, haben sie acht."







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