Wie hässlich ist Liezen?
Laut "Zeit im Bild"-Moderator Tarek Leitner ist Liezen "objektivierbar hässlich". In der Bezirkshauptstadt sieht man das klarerweise anders.

Foto © Nerat"Objektivierbar hässlich" ist Liezen, zumindest wenn es nach ORF-Moderator Tarek Leitner geht
Auf ihrer Homepage bezeichnet sich die Bezirkshauptstadt Liezen als moderne Einkaufsstadt, zukunftsorientiert und dynamisch mit einer Strahlkraft weit über die Bezirksgrenzen hinaus. Weit jenseits der Bezirksgrenzen sieht man das allerdings offenbar geringfügig anders.
Schon im Zuge des Kulturfestivals "regionale 10" im Bezirk Liezen bezeichnete der Journalist und Autor Thomas Wolkinger Liezen als "die hässlichste Stadt der Steiermark" und löst damit bei den Liezenern wütende Proteste aus. Jetzt - mehr als zwei Jahre danach - schlägt der prominente ORF-Moderator Tarek Leitner in dieselbe Kerbe. In einem Interview mit der Tageszeitung "Die Presse" in dem es um Leitners Buch "Mut zur Schönheit" ging, gibt der "Zeit im Bild"-Moderator Folgendes zum Besten: "Wenn man bei Liezen abfährt, schaut es aber aus wie in Los Angeles: Ein Diskontcenter steht neben dem anderen. Jeder findet das hässlich. Daher ist es objektivierbar, es geht nicht um Geschmack."
Ist die Bezirkshauptstadt Liezen also "objektiv hässlich"? Tourismus- und Stadtmarketingchef Hartwig Strobl will das so nicht stehen lassen: "Liezen ist ja in der selben Situation wie viele andere, vergleichbare Bezirksstädte. Außerhalb der Stadt siedeln sich große Gewerbebetriebe an und das sind halt meist große Kisten." Dazu habe Liezen keine Umfahrung und rücke durch seine Lage direkt an einer stark befahrenen Transitroute eben besonders in den Fokus. Aber auch, wenn Liezen eben eine alte Werksstadt sei und es sicherlich auch Bausünden gegeben habe, solle man, gibt Strobl zu Bedenken, bei solchen Aussagen vor allem bedenken, dass man damit natürlich die Menschen, die in Liezen leben, beleidigt.
Liezen habe, so Strobl, seine schönen und seine weniger schönen Ecken. Und genau das sei wohl in Wien auch nicht viel anders.








