Unwetter sind vorbei, jetzt lacht die Sonne
Im Bezirk Liezen, wo der Einsatz des Heeres am Donnerstag offiziell beendet wurde, gab es erneut Unwetter. Ab Freitag aber dominiert die Sonne.

Foto © Nerat
Murenabgänge, überflutete Straßen und Keller sowie Hagelschaden: Am Mittwochabend zog wieder ein heftiges Unwetter über den Bezirk Liezen. Binnen 15 Minuten fielen 6,2 Millimeter Niederschlag, den Bäche und Böden nicht aufnehmen konnten. Besonders stark betroffen war die Gemeinde St. Gallen, wo gleich mehrere Bäche über die Ufer traten. Auch entlang der B 320 wurden die Liezener Feuerwehren zu mehreren Einsätzen gerufen. Bei St. Martin am Grimming stand die Ennstalbundesstraße unter Wasser, bei Pichl-Mandling verlegte eine kleine Mure die B 320 mit Geröll. In St. Martin am Grimming wurden zudem mehrere Häuser überflutet. Auch in das Rüsthaus der Feuerwehr drangen die Wassermassen ein. Insgesamt standen im Bezirk Liezen elf Feuerwehren mit 140 freiwilligen Helfern im Einsatz.
Folgenlos blieben dafür zum Glück massive Donnerschläge mitten in der Nacht im Raum Graz. Manch Grazer wurde aus dem Schlaf aufgeschreckt, doch der Regen hielt sich dann in Grenzen. Ursache: Eine "Tiefdruckrinne mit einem starken Gradienten" überquerte das Stadtgebiet, erklärt Friedrich Wölfelmaier von der Zentralanstalt in Graz. Heuer gab es übrigens schon 13 Mal Nachtgewitter.
Nun, die Tiefdruckrinne ist Geschichte, mit den Niederschlägen ist es vorerst vorbei. Im Gegenteil: Das Wochenende verspricht ausgesprochen schön zu werden. Zwar mag es Morgennebelfelder - besonders heute - geben, aber die Temperaturen steigen Tag für Tag an. "Es ist ein ganz ausgezeichnetes Wetter zu erwarten, ein Superwetter zum Bergsteigen und Wandern", verspricht Wölfelmaier.
Das wird auch klar, wenn man sich die Temperaturen in 2000 Meter Höhe ansieht: Wird es am Freitag 11 Grad warm, sind es am Samstag 13 und am Sonntag sogar 15 Grad. Ganz im Norden der Steiermark können am Montag sogar noch Föhneffekte dazukommen - der Meteorologe erwartet 26 Grad in Aigen im Ennstal und auch in Bad Aussee.
Offiziell beendet wurde gestern der Katastropheneinsatz des Bundesheeres im Paltental - mit einem großen Festakt in Trieben. In rund 110.000 Mannstunden kämpften mehr als 300 Soldaten in den vergangenen sieben Wochen gegen die Auswirkungen der Katastrophe. Dabei wurden unter anderem 19 Brücken neu aufgebaut.








