Am Lawinenunglück gerade vorbeigeschrammt
Donnerstag früh hat sich in Donnersbach eine Lawine gelöst – nur 500 Meter vor einer Siedlung kamen die Schneemassen zum Stillstand. Zufahrtsstraße zur Planneralm verschüttet.
Quelle © KLZ Lawinenabgang in Donnersbach
Die Natur kann man nicht bis ins letzte Detail berechnen. "Am Vortag haben wir noch Lawinen abgesprengt, und die Situation schien sicher, schließlich wurde es auch deutlich kälter", schildert der Donnersbacher Bürgermeister Karl Lackner. In Absprache mit der Lawinenwarnkommission wurde die Straße freigegeben. In der Nacht kam dann wider Erwarten die große Lawine. Das Schigebiet bzw. der besiedelte Bereich war nicht in Gefahr - allerdings verschüttete die Lawine auf einer Länge von 50 Metern die Zufahrtsstraße zur Planneralm. Eineinhalb Meter türmten sich die Schneemassen. "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn dort ein Auto gefahren wäre. Man muss wirklich sagen, dass wir Glück hatten", so Herbert Herdlicka, Obmann der Lawinenwarnkommission.
Heeres-Hubschrauber
Am Donnerstag wurde mit einem Heeres-Hubschrauber von der Kaserne Aigen die Situation noch einmal genau begutachtet und die Straße im Anschluss wieder freigegeben. Auch auf der Eisenbundesstraße (B 115) über den Präbichl entschloss sich die örtliche Lawinenkommission am Vormittag zu einer Sperre. Mittels Hubschrauber wurde eine Lawine gesprengt. Weil danach keine Lawinengefahr mehr bestand, konnte die Sperre gegen 14 Uhr wieder aufgehoben werden.








