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Zuletzt aktualisiert: 11.12.2011 um 19:05 UhrKommentare

Werkzeugmarkt hat keine Krise

In seiner Kolumne "Chefetage" schreibt Adolf Winkler über den Kärntner Günther Pacher. Dieser wurde für fünf weitere Jahre als Vorstand der internationalen 3e-Gruppe bestätigt.

Günther Pacher, Chef der 3e-Gruppe, die in Österreich und elf Ländern Osteuropas vertreten ist

Foto © KK/PrivatGünther Pacher, Chef der 3e-Gruppe, die in Österreich und elf Ländern Osteuropas vertreten ist

"Der Werkzeugmarkt steckt in IT-Zeiten im Umbruch, aber nicht in der Krise", sagt Günther Pacher. Er wurde für fünf weitere Jahre als Vorstand der 3e-Gruppe bestätigt, dem Marktführer im heimischen Werkzeugfachhandel. Zufrieden vermeldet Pacher "im vierten Jahr in Folge gute Ergebnisse in Österreich". Für heuer erwartet er ein Umsatzplus in Österreich von 3 bis 3,5 Prozent. In den elf Ländern Ost- und Südosteuropas werde man "mit einem Plus von 5 bis 6 Prozent aus dem Minus herauskommen".

Toolpark

2010 hatte man einen Gruppenumsatz von 529 Millionen Euro erzielt, davon 409 Millionen in Österreich (+ 2,2 Prozent) und 120 Millionen im Ausland (- 4 Prozent). Die 3e-Gruppe vereint in Österreich 157 Mitgliedsbetriebe mit 2800 Mitarbeitern, international weitere 99 Betriebe. In der Zentrale in Wels servicieren 115 Mitarbeiter die 3e-Partner, die entweder als "Toolpark" oder als "Let's doit" Franchise-nehmer sind oder eigenständige Partner. Den gewerblichen Bedarf decken "E-Norm"-Händler, "Bad & Co" die Sanitärschiene.

In Kärnten gibt es einen "Toolpark" in Villach, in Osttirol einen in Lienz. Unter "Let's doit"-Flagge gibt es Werkzeuge zum Beispiel bei Rutar in Eberndorf. In der Steiermark zählt man mehrere "Let's doit"-Partner. "Toolpark" ist dort in Liezen, Kapfenberg und Hartberg vertreten.

Zu spüren bekommt die Branche "die massiven gesellschaftlichen Veränderungen durch das IT-Thema. Die Kernzielgruppe der Heimwerker wird kleiner", sieht Pacher große Veränderungen für die Branche. Er hat dazu mehrere Jugendstudien erstellen und unter anderem Sophie Karmasin "Wertewandel und Psychologie des Wohnens" untersuchen lassen. "Die Jungen erleben die Welt brüchig - von den Naturkatastrophen bis zu Ehen und Arbeitsplätzen. Sie wollen daher einen Hort der Stille und legen viel Wert aufs Heim. Allerdings brauchen die keinen Winkelschleifer mehr, sondern Akkubohrer. Eine eigene Social-Media-Managerin spricht ,Toolpark-Kunden' auch über Facebook an", so Pacher.

ADOLF WINKLER

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