Hoffen auf ruhige Tage
Diese Woche rückte jenes Kontingent Soldaten aus Aigen ab, das über Weihnachten in Sarajevo helfen soll, den Frieden zu sichern.
Drei Alouette Hubschrauber aus der Kaserne Aigen sind mit insgesamt 18 Soldaten derzeit im Auslandseinsatz in Sarajevo. Diese Woche war "Schichtwechsel" für jenes Kontingent, das über Weihnachten und Neujahr dort stationiert ist. Die Alouette aus Aigen bewähren sich in Sarajevo vielfältig etwa als "fliegende Rettung" und für Transportaufgaben.
Einer der "Weihnachtspiloten" ist Hauptmann Wolfgang Mair aus Liezen. Der Tiroler, inzwischen hier heimisch, nimmt so wie alle anderen Rücksicht bei der Dienstplanerstellung. "Wir haben keine Kinder, da stehe ich gerne für meine Kollegen ein." Mair hofft auf eine ruhige Weihnacht - wie seine Lebensgefährtin in Liezen. Keine ruhige Zeit hatten die Hubschrauber in den letzten Wochen. Weil wegen Nebels auf anderen Militärflugplätzen nicht geflogen werden konnte, bewährten sich die Hubschrauber aus dem Ennstal nicht nur im militärischen Bereich. Bei sechs Waldbränden waren sie wertvolle Helfer für Feuerwehren. So wurden zwei Aigner Hubschrauber zur Waldbrandbekämpfung auf das Gamsfeld (Pass Gschütt) geholt. In 1700 Metern Seehöhe kämpften 148 Feuerwehrleute gegen die Flammen, unterstützt von einem Polizei-Helikopter und zwei Alouette III, die rund 25.000 Liter Löschwasser in 50 Flügen auf den Berg flogen. "Da zeigt sich einmal mehr, wie notwendig der Bestand unserer Kaserne und unserer Hubschrauberstaffel ist", meinte Vizeleutnant Heimo Maringer, Personalvertreter in Aigen. Gerade die letzten Wochen hätten gezeigt, dass die sorgfältige Pflege der 24 Helikopter Früchte trage. WINFRIED HALASZ







