Krampuslauf: Mädchen geschlagen und verletzt
Nach dem Vorfall in Pingau wurde auch in der Steiermark ein Mädchen verletzt: Der Liezener Krampuslauf endete für eine 14-Jährige mit Knieverletzungen beim Arzt. Es wurde Verletzungsanzeige erstattet.

Foto © Sabine Hoffmann/Symbolbild
"Das hat mit Brauchtum nichts mehr zu tun", ärgert sich die Mutter eines 14-jährigen Mädchens aus Lassing. Ihre Tochter sei am Montag vom Liezener Krampuslauf verletzt zurückgekommen. "Wir waren am Dienstag beim Arzt, dabei wurde an einem Knie eine Schleimbeutelverletzung festgestellt, ihre Knie sind durch die Schläge offen, und sie hat einen sieben Zentimeter langen und vier Zentimeter breiten dunkelblau-schwarzen Bluterguss.
Es wurde Anzeige erstattet", berichtet die Mutter, die hofft, dass der Verursacher ausgeforscht werden kann. "Ich verstehe nicht, warum bei den Läufen nicht ausschließlich angemeldete und nummerierte Krampusse mitlaufen dürfen, und das in einer abgesperrten Zone."
Durchgeführt wurde der Lauf von den drei Liezener Passen in Kooperation mit dem Stadtmarketing. "Wir sind aber nicht Veranstalter", sagt Geschäftsführer Hartwig Strobl, "wir haben die Gruppen nur bei Behördenangelegenheiten unterstützt und bezahlen die Veranstaltung, die Organisation und Abwicklung haben die Gruppen selbst erledigt." Die Passen selbst sehen sich allerdings auch nicht als Veranstalter, man sei nur mitgelaufen.
Das übliche Procedere sei, so Hartwig Strobl, dass bei größeren Läufen die Krampusse registriert würden und auch einen "Verhaltenskodex" unterschreiben müssten, in dem sie sich etwa verpflichten, keinen Alkohol zu trinken. Beim Lauf am Montag seien aber nur Liezener mitgelaufen, die ohnehin bekannt seien. Angeblich haben sich aber auch unorganisierte Krampusse beteiligt. UTE GROSS







