"Neue Erdgasleitung widerspricht unseren Zielen"
Schützenhilfe gegen den Bau der neuen Erdgasleitung in Bad Mitterndorf gibt's von LAbg. Odo Wöhry. Der Vorsitzende weist auf den einstimmigen Beschluss der Regionalversammlung hin, dass der Bezirk energieautark werden soll.
Der Gegenwind war heftig: Als die Energie Steiermark vor einigen Wochen mit Grabungsarbeiten für eine neue Erdgasleitung nach Bad Mitterndorf begann, machten die Betreiber der regionalen Biowärme-Genossenschaft mobil. Sogar von einer Blockade der Baustelle war die Rede. Ursprünglich sollten mehrere Wohnhäuser und ein Hotel in Mitterndorf an das Gasnetz angekoppelt werden. Aufgrund der heftigen Reaktion wurden die Grabarbeiten vorerst eingestellt (wir berichteten).
Die Gegner der Gasleitung bekommen nun Schützenhilfe von Odo Wöhry. Der Landtagsabgeordnete der ÖVP ist auch Vorsitzender der Regionalversammlung, in der alle Gemeinden des Bezirkes vertreten sind. Er verweist auf einen grundsätzlichen Widerspruch: "Wir haben einen einstimmigen Beschluss gefasst, dass die Region energieautark werden soll. Die neue Erdgasleitung in Bad Mitterndorf konterkariert dieses Ziel. Wir forcieren erneuerbare Energieformen aus der Region und wollen uns in dieser Frage sicher nicht vom Ausland abhängig machen."
Ziele sind fixiert
Sogar niedergeschrieben ist der Weg zur energieautarken Region mittlerweile. Das Österreichische Institut für Raumplanung hat im Auftrag der Landesregierung die Strategien für den Bezirk Liezen bereits ausformuliert. Der Bericht ist erst im Juli dieses Jahres fertiggestellt worden. Biomassekraftwerken und Hackschnitzel ist dort ein ganzes Kapitel gewidmet - Gas als Energieform kommt in dem Strategiepapier mit keiner Silbe vor.
In Bad Mitterndorf versucht Bürgermeister Karl Kaniak zu kalmieren. "Wir müssen eine Lösung finden, mit der alle Beteiligten friedlich leben können."
Auch einen Runden Tisch mit den Betroffenen soll es zu diesem Thema geben.








