Linz-Versteigerung: Fischereirecht als größter Fang
Das Vermögen von Hans Linz ist fast versteigert. Am meisten Geld für die Konkursmasse dürfte ein Fischereirecht an der Enns einbringen, um das sich gleich fünf Interessenten reißen.

Foto © APADer letzte Rest des Linz Vermögens wird versteigert
Die Versteigerung des Vermögens von Hans Linz ging bisher eher schleppend voran. Um sein Fischereirecht an der Enns herrscht hingegen ein regelrechtes G'riss. Es liegt auf einem 4,4 Kilometer langen Flussstück zwischen Irdning und Liezen, ein Gutachter schätzte es auf 66.000 Euro. Seither trudeln die Angebote ein, damit steigt der Preis. Bis vergangene Woche konnte man noch mitbieten. "Jetzt gibt es fünf Interessenten, die sich gegenseitig nach oben lizitieren", erklärt Harald Terler von der Kanzlei des Masseverwalters.
Derzeit steht man bei 122.000 Euro und manch' einer fragt sich, warum ausgerechnet dieses Fischereirecht so viel wert sein soll. Sogar der Gutachter bezeichnet die Enns in diesem Abschnitt als "monoton, ohne Laichhabitate mit sehr schwer zugänglichen Ufern". In seiner Expertise erwähnt er fast ausschließlich negative Aspekte.
"Trotzdem ist es so, dass ein solches Fischereirecht fast nie öffentlich zum Kauf angeboten wird", so Terler. Über die Interessenten verrät er kaum etwas. "Ich kann nur sagen, dass derzeit drei Privatpersonen und zwei Unternehmen darum mitsteigern." Und ausgerechnet dieses Fischereirecht könnte am Ende des Verfahrens am meisten Geld in die Konkursmasse spülen: Es ist nämlich im Gegensatz zu Linz' Immobilien und Häusern, auf denen die Banken Pfandrechte haben, lastenfrei.
Reihenhaus in Irdning
Versteigert werden in diesem Herbst noch das ehemalige Restaurant von Linz und unter Umständen auch sein ehemaliges Reihenhaus in Irdning. Das hat er - kurz bevor sein Finanzimperium zusammenkrachte - noch seiner Tochter übergeben. Die Schenkung wurde vom Masseverwalter jedoch angefochten, er will das Haus verwerten. Das Gericht hat ihm in erster Instanz recht gegeben. "Noch ist die Berufungsfrist aber nicht ausgelaufen. Es ist offen, ob die Entscheidung beeinsprucht wird."









