Räume für die Kunst sichern
Die Zukunft der Kunst im öffentlichen Raum und des Grazer Künstlerhauses nennt der Kulturlandesrat als besondere Anliegen.

Foto © EderKünstlerhaus Graz
Fürchtet Euch nicht!" laute seine Botschaft an alle, die das Ende der Kunst im öffentlichen Raum sehen. Etwa an jene rund 60 Künstlerinnen und Künstler, die sich unlängst mit einem Brief an Landesregierung und Landtagsabgeordnete den Stimmen anschlossen, welche die Kürzung des Budgets für besagte Kunstaktivitäten mehrfach für bedenklich halten.
"Auch 500.000 Euro sind viel Geld", sagte Buchmann zur Budget-Halbierung: "Es wird aber hundertprozentig weitergehen." Durch neue Organisationsstrukturen, die in Arbeit seien, könne man den "Treibstoff" optimieren, gab sich der Landesrat optimistisch. Das Joanneum wolle sich diesen Bereich nicht "krakenartig" einverleiben. "Auch bedauere ich den frühzeitigen Abgang von Werner Fenz sehr."
Fenz, langjähriger Leiter des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum, hatte, wie berichtet, aus Protest seinen Posten ein halbes Jahr vor Vertragsende geräumt. Er wird in den nächsten Tagen dennoch bei Projektpräsentationen anwesend sein.
Am Freitag wird Werner Reiterers Skulptur zur "Beförderung der freien Rede" übergeben. Der Mast mit Lautsprechern, über die tagsüber das Recht auf freie Meinungsäußerung möglich ist, hat schon im Vorfeld seinen Zweck erfüllt: Die öffentliche Rede in Hitzendorf ist bereits befeuert.
Reiterers Projekt ist Teil der Reihe "Platzwahl", bei welcher Gemeinden die Möglichkeit haben (hatten?), mit Künstlern Platzgestaltungen zu realisieren.
Tags darauf wird in Liezen ein Kunstpavillon der Gruppe transparadiso eröffnet - als Teil des Projekts "Commons kommen nach Liezen", das in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung durchgeführt wird.
Am Montag schließlich folgt an der Fassade des Grazer Akademischen Gymnasiums der bereits fünfte Beitrag von "In die Stadt einschreiben". Wandarbeiten von Künstlern und Schriftstellern, nach Ingeborg Strobl ist Gerhard Rühm der Autor.
Künstlerhaus
Im Rahmen einer Pressekonferenz des Universalmuseums Joanneum (siehe rechts) äußerte sich Buchmann auch zur Zukunft des Grazer Künstlerhauses, das derzeit mit einem Aufwand von knapp zwei Millionen Euro saniert werden muss. Ein "tragfähiges" Konzept für den "vielleicht schönsten Ausstellungsraum der Stadt" (Pakesch) werde bis zur Wiedereröffnung voraussichtlich im September 2012 erarbeitet. Zu klären sei auch die Frage, ob das Künstlerhaus im Joanneums-Verband verbleibt.









