Waffenhändler-Ring von der Polizei zerschlagen
Routineüberprüfung in Erlangen, Bayern, führte auf die Spur von Waffenhändlern. Auch zwei Steirer unter Verdacht: Hunderte Waffen sichergestellt.

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Schon seit Wochen ermitteln die Kriminalpolizei Erlangen, Bayern, und das steirische Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) gegen einen internationalen Ring von Waffenhändlern. In Deutschland sitzen seit Wochen zwei Verdächtige in Haft. In der Steiermark und im Burgenland gab es mehrere Hausdurchsuchungen, zuletzt am Samstagvormittag in den Bezirken Liezen und Oberwart.
Bereits vor 14 Tagen hatten die Fahnder bei einem 22-jährigen Oststeirer über ein Dutzend Faustfeuerwaffen, Gewehre, Karabiner und eine Maschinenpistole sichergestellt - Waffen aus den beiden Weltkriegen. Teilweise sind sie sogar noch funktionstüchtig. Er habe sie nur für Sammlerzwecke erworben, behauptet der junge Mann zumindest.
Maschinenpistolen
Am Samstag schlugen das Einsatzkommando Cobra Süd, das LVT und die örtlich zuständige Polizei bei einem 40-jährigen Obersteirer und einem 60-jährigen Burgenländer zu. Wieder war es ein Erfolg für die Polizei. Allein im Bezirk Liezen wurden rund 80 Stück Waffen, darunter mehrere Maschinenpistolen und ein Schalldämpfer, beschlagnahmt.
Der Mann ist als Waffennarr bekannt. Er soll aber nicht nur Waffen gesammelt, sondern damit auch gehandelt haben. Bei Redaktionsschluss waren die Einvernahmen der Verdächtigen noch im Gang.
Waffenüberprüfung
Auf die Spur gekommen war man der Gruppe durch eine routinemäßige Überprüfung eines Waffenbesitzers in Erlangen. Bei ihm hatte die Polizei nicht nur eine registrierte, sondern auch eine illegale Waffe vorgefunden. Das war Auslöser für gezielte Ermittlungen. Als feststand, dass der Deutsche mit Waffen aller Art einen lukrativen Handel betreibt, stürmte ein Sondereinsatzkommando das schwer gesicherte Anwesen des Verdächtigen.
Weil er seine Geschäfte über das Internet abgewickelt hatte, stießen die Ermittler auf die beiden Steirer, den Burgenländer und einen weiteren Deutschen. Ob noch andere Personen in den Fall involviert sind, steht noch nicht fest.








