Die nächste Unwetterfront ist im Anmarsch
Kaltfront bringt erneut Gewitter und Regen. Auch wenn sie nicht so heftig ausfallen dürften wie in der Vorwoche, stehen die Einsatzkräfte im Bezirk Liezen in Alarmbereitschaft.

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Die Vorzeichen erinnern an die Vorwoche: Nach Tagen drückender Hitze nähert sich vom Westen eine Kaltfront - Gewitter sind im Anmarsch. Was vor sechs Tagen über die Obersteiermark hereingebrochen ist, wird die Einsatzkräfte im Sölktal, in Stein an der Enns und Krakau noch Wochen beschäftigen. Daher blickt man vor allem in diesen Regionen mit Sorgenfalten auf die neuesten Wetterprognosen.
Regenmassen
"Ja, leider wird die Steiermark am Freitag wieder am ehesten von den Gewittern betroffen sein", sagt Thomas Knabl von der Unwetterzentrale (UWZ). Wo genau die Gewitterzellen sich aufbauen und wie viel Regen oder gar Hagel sie mit sich bringen, sei schwer vorauszusagen. Knabl sieht aber den Schwerpunkt eher südlich von Mur und Mürz.
Laut Friedrich Wölfelmaier von der Zamg Graz muss sich jedoch das Ennstal, die Region Niedere Tauern und damit auch wieder das Sölktal auf größere Regenmengen einstellen. Einig sind sich die Meteorologen in einem: "Ich glaube nicht, dass es wieder so heftig wird wie letzte Woche", so Wölfelmaier. Denn die Regenmassen fallen nicht binnen weniger Stunden, vielmehr bildet sich ein Nordstau, aus dem es immer wieder schauern wird. Einzelne lokale Gewitter können aber durchaus auch wieder kräftiger ausfallen, warnt der Experte.
Im Bezirk Liezen ist man jedenfalls auf das Schlimmste gefasst, vor allem im Kleinsölktal ist die Lage angespannt. "Wir haben alle Rückhaltebecken, die voll waren, entleert", berichtet Bezirkshauptmann Josef Dick. Das Bundesheer, das seit Donnerstag mit Salzburger Pionieren und schwerem Gerät verstärkt wird, trifft ebenfalls Vorkehrungen. "Wir haben zwei Gruppen auf den Almen stationiert, sie unterstützen die Senner beim Abtrieb von Vieh", sagt Einsatzleiter Major Roman Michalus. Außerdem wird die Funkverbindung ins Tal sichergestellt, ein ABC-Abwehrzug in Bereitschaft gehalten, auch zivile Baggerfahrer bleiben am Wochenende ständig erreichbar. Intensiv versuchen die Soldaten, bis zum nächsten Guss die schlimmsten Verklausungen zu lösen und Schwemmholz zu beseitigen.
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Auf 180 Soldaten hat das Heer seine Kräfte im Bezirk aufgestockt. Nächste Woche werden zwei weitere Pionierzüge vom Grenz- zum Katastropheneinsatz umgeleitet.
Der Gemeindebund Liezen hat ein Spendenkonto für die Hochwasseropfer eingerichtet: Kto-Nr. 31079395, Raiffeisenbank Selzthal (BLZ 38215).








