Lieferstreik bei den Miclhbauern
Die IG-Milch-Bauern befinden sich derzeit im Lieferstreik. Sie verschenken ihre Milch an die Konsumenten. Lokalaugenschein in Altirdning.

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Die haben ja so etwas von Recht, ich unterstütze den Streik voll." Die Dame kommt mit einem Plastikgeschirr zum Bauernhof der Familie Maier nach Altirding. "Ich hole mir jetzt hier die frische Milch, im Geschäft kaufe ich auch nur die fairen Marken, weil es einfach wichtig ist, dass die Bauern unterstützt werden." Georg Maier arbeitet gerade im Stall und freut sich über den Besuch. "Es kommen immer wieder Nachbarn und Freunde und holen sich die Milch direkt vom Hof. Wir verschenken sie."
Seit einigen Tagen liefert er keine Milch mehr an die Molkerei - so wie viele andere Mitglieder IG-Milch im Bezirk. "Wir müssen ein Zeichen setzen, dass es so nicht weitergeht. Die Bauern in Frankreich sind dieses Mal ganz vorne mit dabei. Klar macht unsere Menge, auch vom österreichweiten Standpunkt her gesehen, nicht viel aus. Aber wir sind solidarisch." Was macht man mit hunderten Litern Milch am Tag, wenn sie nicht in der Molkerei landen? "Wir machen selbst Butter, Käse und natürlich auch frische Milch gibt's für alle ab Hof gratis, den Rest verfüttern wir wieder an die Kühe", erklärt Maier. Den September möchte man auf jeden Fall durchhalten. Und man hofft, dass sich noch mehr Bauern dem Streik anschließen. "Die Stimmung muss kippen, das dauert noch ein bisschen," ist er überzeugt. Hinter den Kulissen würden den Ideen der IG-Milch viele Recht geben. "Aber zu streiken ist eben doch ein harter Einschnitt. Zumal die offiziellen Standesvertreter dagegen auftreten."
Sein Kollege Michael Steiner ist überzeugt: "Das Milchgeld dieses Monats können wir nicht besser als in einen Streik investieren. Die Alternative ist, dass es mit dem Milchpreis noch weiter hinuntergeht und dann sind wir so oder so am Ende."








